So reagieren Sie auf Kontaktanfragen von Unbekannten

Es stehen verschiedene Möglichkeiten offen, wie Sie mit Kontaktanfragen umgehen können. Der schnellste Weg ist natürlich, eine Anfrage einfach nur zu bestätigen. Dies ist immer dann unproblematisch, wenn Sie die betreffende Person bereits kennen.

Arbeiten Sie mit einer klaren Strategie

Schwieriger ist die Situation, wenn ein Ihnen vollkommen unbekanntes Mitglied auf Sie zukommt. Dafür sollten Sie sich eine klare Strategie zurechtlegen, denn andernfalls müssen Sie bei jeder Anfrage aufs Neue überlegen, wie Sie reagieren wollen.

Eine klare Haltung lässt sich auch besser kommunizieren, als wenn Sie in einem Fall zu nachgiebig sind, in einem anderen zu streng.

Selbstverständlich kommt es in erster Linie auf den Inhalt der Kontaktanfrage an. Bezieht sich der Absender auf Ihr Profil und meldet einen direkten Bedarf an Ihrem Angebot an, dann bestätigen Sie den Kontakt direkt und melden sich auch kurzfristig bei ihm, indem Sie ihn zum Beispiel anrufen oder seine Fragen beantworten und ihn um Freigabe seiner Kontaktdaten bitten.

Kontaktsammler?

Es kommt jedoch auch vor, dass eine Kontaktanfrage eher schwammig formuliert wurde und vage von „Vorteilen für beide Seiten“ und einer „Win-Win-Situation nach Kontaktbestätigung“ die Rede ist. Fragen Sie in einem solchen Fall erst mal in einer Nachricht nach, wo denn die Vorteile für beide Seiten genau liegen und wie die Win-Win-Situation aussieht.

In einigen Fällen werden Sie auf Ihre Fragen nach den Details keine Antwort bekommen, dann haben Sie es wahrscheinlich mit sogenannten Kontaktsammlern zu tun. Diese Personen haben gar keine Zeit und Lust, sich mit derartigen Nachfragen zu beschäftigen.

Eröffnen Sie den Dialog

In anderen Fällen wiederum kann Ihre Nachricht durchaus zu einem Dialog führen. Dabei haben Sie die Chance, den anderen kennenzulernen, und vielleicht wollen Sie den Kontakt anschließend vertiefen und ausbauen. Die Bestätigung des Kontakts ist dann irgendwann ein logischer Schritt, wenn es sich um einen für Sie wertvollen Austausch handelt.

Sie können sich auch vornehmen, die Kontaktanfragen von Mitgliedern nur zu bestätigen, wenn Sie sie mindestens zweimal persönlich getroffen haben. Teilen Sie dem Anfragenden das dann entsprechend mit und fordern Sie ihn auf, zu einem der nächsten offiziellen XING-Treffen zu kommen. Dort können Sie sich auf neutralem Boden und ohne Verpflichtungen kennenlernen.

Sind Sie sich sympathisch und finden Gemeinsamkeiten, treffen Sie sich zu einem weiteren persönlichen Gespräch. Erst dann wird der Kontakt bestätigt.

Kontaktanfragen müssen nicht bestätigt werden

Von einer Kontaktbestätigung ohne jeden vorherigen Informationsaustausch sollten Sie generell absehen. Lehnen Sie durchaus auch Kontaktanfragen ab, wenn Ihnen dies richtig erscheint. Der andere wird darüber nicht automatisch informiert.


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6 Antworten
  1. AkquiseScout - Mehr Umsatz und neue Kunden durch Akquisition, Marketing und Coaching
    AkquiseScout - Mehr Umsatz und neue Kunden durch Akquisition, Marketing und Coaching says:

    Dies ist eine von mehreren möglichen Strategien. Ich habe meine eigene und schaffe es damit, 100% meiner Aufträge nur aus XING zu erzielen.

    Mit besten Grüßen,

    Alexander E. Schröpfer

    PS: Ich akquiriere diese nicht, sondern die Anfragen kommen auf mich zu!

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  2. Andrea Marchhart MSc
    Andrea Marchhart MSc says:

    sehr geehrter herr rumohr,
    nicht immer ist gleich ersichtlich, was aus einem kontakt wird. und dann gibts da noch die kontakte der kontakte. ich bestätige grundsätzlich und bin bis jetzt gut gefahren damit. bin aber erst sehr kurz dabei.
    als anfragende habe ich erlebt mit jemandem thematisch tolle übereinstimmung zu haben mit mehrmaligem mail-austausch. und dann keine kontaktbestätigung. das war ein komisches gefühl.
    herzliche grüße
    andrea-marchhart

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  3. Bernhard Pallas
    Bernhard Pallas says:

    Hallo Herr Rumohr,
    als Mitglied in XING und BNI (Business Network International) habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht, auf XING Mitglieder, die auch BNI Mitglieder sind auch ohne persönliche Bekanntschaft zuzugehen. Wenn man die Personen dann später kennen lernt, ist bereits eine weitere Gemeinsamkeit da.
    Viele Grüße
    Bernhard Pallas

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  4. Ronald Becker
    Ronald Becker says:

    Sehr geehrter Herr Rumor,
    ich danke Ihnen sehr für den neu aufgelegten Artikel! Er erscheint mir sehr hilfreich, und ich wünschte mir, ich hätte ihn bereits im Juni, zur Zeit meines Eintritts in XING, gekannt. So folgte ich den meistverbreiteten Empfehlungen, stets höfliches Wohlwollen walten zu lassen. Dies mit der Folge, dass ich nun auch „Kontakte“ habe, die keine sind. Aus meinem Erfahrungsschatz: Dass allerdings auch XING-Moderatoren der Spezies „Jäger & Sammler“ (Kontaktsammler) zuzuordnen sind, hat mich um eine Erfahrung reicher gemacht. Dass ein XING-Moderator Kontaktanfragen ohne Anrede und Bezugnahme auf das Angebot verschickt, diesbezügliche Rückfragen nicht beantwortet und in XING-Gruppen abwertend erscheinende Headlines verfasst mit der Frage, warum XING-Mitglieder blöde Fragen stellen – so etwas auf einer Business-Plattform angesichts gebotener Nettikette? Mich hat das sehr grüblerisch gestimmt. Besonders die Beleidigung von Seiten eines Mitgliedes, welches mir per „Kontaktanfrage“ Astronomie-Reisen seines Reisebüros anbot. Der Geschäftsmann bezog sich nicht auf mein Angebot sondern auf eines meiner privaten Interessen. Meinen Hinweis, dass ich das nicht fair finde, nahm er zum Anlass, mich persönlich zu beleidigen.

    Ich erwähne diese Fakten als warnendes Beispiel, und darum stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu!
    Jetzt stellt sich mir aber die Frage:
    Was tun mit nutzlosen, vorschnell bestätigten Kontakten, bei denen der vermeintliche „Kontaktsammler“ nicht einmal auf meine nachträgliche Rückfrage nach dem Motiv reagiert? Einfach den Kontakt stillschweigend löschen?

    Noch eine Anmerkung zum Kommentar von Herrn Schröpfer. Mit Verlaub: „100 % der Geschäftserlöse aus XING-Kontakten“ sagt noch nichts über das wirksame Leistungsvermögen beziehungsweise Volumen der 100 % aus. Auch gibt es erfahrungsgemäß Branchen, die wie angegossen auf der XING-Plattform erscheinen, daher in der „richtigen“ Liga spielen und so naturgemäß geschäftlich besser abschneiden. Seit mehr als 30 Jahren selbständig als künstlerischer Musikproduzent, kann ich Ihnen aus Erfahrung jedoch versichern, dass unsere Spezies meist dann kontaktiert wird: 1) Wenn Musiker jemanden suchen zu dem sie reden können; 2) wenn so genannte Musikservices mit wertlosen Informationsdruckwerken auf Kundenfang gehen; 3) Wenn XING-Mitglieder vermuten, dass ein Kontakt über uns zu einflussreichen Personen führt; 4) Wenn Versicherungsagenten und andere Marketingstrategen auf Musiker zugeschnittene Produkte absetzen möchten.
    In diesem Kontext möchte ich eine Bitte an alle XING-Experten richten:
    Ich würde mir wünschen, dass auf der XING-Plattform das Bewusstsein für etwas geschärft würde, was eigentlich selbstverständlich sein sollte:
    Wenn ich Kontakt zu jemandem aufnehme, dann doch, weil ich etwas an ihm schätze (sofern ich kein Kontaktjäger bin). Wie aber, bitte schön, kann ich das, wenn ich nichts über die Person weiß oder gar nicht wissen will? Genau so aber scheint es auf XING abzulaufen. Woher ich diese Information nehme? Ganz einfach!
    Das Menü „Powersuche“ in meinem XING-Account sagt mir, dass nur 2 Besucher meine Seite „Über mich“ aufgerufen haben! Nicht besser bestellt war es um den Besuch meiner Homepage. Da ich weiß, wer welche Aufrufe getätigt hat, kann ich nachvollziehen, dass es nicht jene Kandidaten waren, die mir ohne Anrede schrieben: „Ich möchte Sie zu meinen Kontakten hinzufügen“. Diese Leute – und das ist die Regel! – sind überhaupt nicht am persönlichen oder geschäftlichen Hintergrund ihrer Zielperson interessiert. Woran also dann?
    Wäre es daher nicht wünschenswert, Zweck und Bedeutung der „Über mich“-Seite auf der XING-Plattform deutlicher hervor zu heben? Es müsste ja nicht gleich eine Zwangsverlinkung sein, nur über die eine Kontaktanfrage möglich wäre. Ein automatisch eingeblendeter Hinweis: „Bitte lesen Sie zuerst die Seite „Über mich“, bevor Sie Ihre Anfrage absenden“, könnte sicher nicht schaden. Ich weiß, Gegner werden jetzt sagen: „Und was ist mit jenen, die keine Seite „Über mich“ zeigen wollen“? Nun, ja, wer nichts Wissenswertes über sich zu verkünden hat und dennoch auf XING wirbt, der spricht doch auch in gewisser Weise für sich, oder?

    Freundliche Grüße
    Ronald Becker

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  1. Xing Kontakte nicht wahllos sagt:

    […] den man persönlich kennt. Denn nur dann ist es ein Bestandteil meines persönlichen Netzwerks. Joachim Rumohr hat einen guten Tipp dazu verfasst. Dieser Artikel bei Del.icio.us – Meneame – Digg […]

  2. […] Dieser Artikel liegt in einer neueren Version vor: So reagieren Sie auf Kontaktanfragen von Unbekannten […]

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