Ein Feuerwerk neuer XING-Funktionen fürs Recruiting

(Autor: Daniela Chikato) Seit dem XING-Release vom 09.11.2011 stehen diverse Funktionen bereit, die insbesondere die Recruiter-Mitgliedschaft gegenüber der Premium-Mitgliedschaft bedeutend aufwerten. Zudem macht XING einen nächsten großen Schritt nach vorn, um als Jobboard verstärkt passive Jobsucher zu erreichen. Davon profitieren Basis-, Premium- und Recruiter-Mitglieder gleichermaßen.

Passende Jobs auf der Startseite prominent platziert

Im sofort sichtbaren Bereich der XING-Startseite direkt unter der Leiste, über die Mitglieder ihre Statusmeldungen editieren – werden ab jetzt “Interessante Jobangebote” abgebildet. XING gleicht die Mitgliederprofile inhaltlich mit Stellenangeboten der Unternehmen auf XING Jobs ab und blendet bis zu vier passende Job-Anzeigen automatisiert ein. Per Klick auf den Link “Weitere Jobs” gelangen Nutzer zu weiteren, zu ihrem XING-Profil passenden Stellenangeboten.

Mit dieser Funktion baut XING Jobs den Mehrwert gegenüber den klassischen Online-Jobbörsen weiter aus: Während auf anderen Jobportalen Stellenanzeigen fast ausschließlich die aktiven Jobsucher erreicht, präsentiert XING mit dieser exponierten Anzeigenpositionierung Stellenangebote den latent Job suchenden Kandidaten auf dem Serviertablett. Ein Grund mehr, künftig Vakanzen auf XING Jobs zu posten auch für Positionen, für die vergleichsweise wenig aktive Bewerber auf Anzeigenschaltungen zu erwarten sind.

Notizen und Kategorien zu Kandidaten im Blick behalten

Wenn Sie das XING-Profil von (potenziellen) Kandidaten aufrufen, ist ab sofort eine nützliche Funktion sehr stark ins Blickfeld gerückt: Direkt unter dem Profil-Foto und den Kontaktdaten des jeweiligen Mitglieds sind die Felder “Notizen” und “Kategorien” eingeblendet. Diese Funktionen sind keineswegs neu: Sie waren bisher an derselben Stelle platziert; allerdings öffneten sich die beiden Freitextfelder erst per Klick auf die Links “Notizen” und “Kategorien”.

Welchen Nutzen ziehen Sie aus diesen Feldern im Recruiting?
In das Feld “Notizen” können Sie beliebige Bemerkungen zum jeweiligen XING-Mitglied hinterlegen, z.B. den Vorstellungstermin, den Sie mit einem Kandidaten vereinbart haben. Das Feld “Kategorien” dient der Katalogisierung Ihrer eigenen Netzwerk-Kontakte auf XING: Wenn Sie z.B. als Kategorie “Kandidat Vakanz #0815” eintragen und dieses Mitglied zu Ihren direkten XING-Kontakten zählt, können Sie alle mit dieser Kategorie gekennzeichneten Kontakte für Ihre Vakanz #0815 aufrufen aus der Liste Ihrer bestehender Kontakte. Sprich: Sie machen mit der Kategorisierung Ihre Kontakte schnell und gezielt durchsuchbar.

So gelingt es mir, aus meinen aktuell über 2.000 direkten Kontakten mit wenigen Klicks eine Kandidatenliste meiner XING-Kontakte aufzustellen, die zu meiner Vakanz #0815 passen oder die ich einer anderen Kategorie, z.B. “Kandidat Sales” zugeordnet habe. Die Kategorisierungs-Funktion können Sie daher in gewisser Weise für das Talent Pooling nutzen.

XING wird zum Mini-Bewerbermanagement-System

Neu ist die Funktion, mit der Sie Kandidaten unabhängig davon, ob diese zu Ihren Netzwerk-Kontakten zählen oder nicht, einen Status zuordnen können. Diese Funktionalität brachte XING kürzlich mit der neuen Sales-Mitgliedschaft an den Start – seit dem 09.11.2011 profitieren davon auch alle Nutzer der Recruiter-Mitgliedschaft. Damit erfährt diese einen echten Mehrwert, auf den ich persönlich schon lange gehofft hatte. Dank dieser Funktion haben Sie Ihre Kandidaten-Pipeline perfekt im Blick – Sie hinterlegen dazu lediglich den betreffenden Status auf den XING-Profilen.

Wie gehen Sie dabei vor?
Um einem bestehenden Netzwerkkontakt oder einer Person, die noch nicht zu Ihrem Netzwerk zählt, einen Status zuzuweisen, rufen Sie deren Profil auf.


Klicken Sie unter den oben bereits erwähnten Feldnern “Notizen” und “Kategorien” auf den Textlink “Kandidatenstatus ändern”: Es klappt ein Fenster mit sieben verschiedenen Stati auf, von denen Sie einen Eintrag auswählen.


Der gewählte Status wird Ihnen im sofort sichtbaren Bereich des XING-Profils dieser Person angezeigt. Bei Bedarf können Sie den Status natürlich jederzeit verändern.

Wie erhalten Sie den Überlick, welche Kandidaten den einzelnen Stati zugeordnet sind?
Wählen Sie im  Hauptmenü “Meine Kontakte” aus: Es erscheint im Untermenü der neue Reiter “Kandidatenübersicht”. Dort finden Sie rechts außen die einzelnen Stati und in Klammern dahinter die Anzahl der zugeordneten XING-Profile. Per Klick auf den jeweiligen Status öffnet sich im Hauptfenster von XING die Liste der betreffenden XING-Profile, die Sie hier weiterbearbeiten können.


XING ermöglicht es Ihnen sogar, die vorgegebenen Stati zu modifzieren. Das ist relevant, wenn Sie weitere Stati hinzufügen (max. 10 Einträge sind möglich) oder Umbenennungen vornehmen möchten. Zudem können Sie die Anordnung der Nennungen in der Status-Liste verändern. Dazu klicken Sie auf der Seite “Kandidatenübersicht” rechts außen auf “Kandidatenstatus bearbeiten”; folgende Seite öffnet sich:


Per Klick auf den Bleistift öffnet sich das Feld zur Umbenennung der Status-Bezeichnung; mit Klick auf das Symbol rechts außen lassen sich die Einträge innerhalb der Liste an andere Stelle positionieren.

Im Ergebnis sieht meine modifzierte Liste der Kandidatenstati wie folgt aus:


Noch aussagekräftigere Treffergebnis-Listen für Recruiter-Mitglieder

Auch die Übersicht der Treffergebnisse zu Ihrer Suche in der XING-Datenbank hat sich entschieden verbessert: Ab sofort sind hier Ihre Notizen und Kandidatenstati hinterlegt, die Sie Kandidaten zugewiesen haben. Sofern Sie mit diesen Mitgliedern schon Nachrichten auf XING austauschten, werden diese ebenfalls angezeigt. Zusammen mit den Angaben zur aktuellen Position, zum aktuellen Arbeitgeber sowie zur Karrierestufe, zur vorherigen Position und zur Ausbildung erhalten Sie bereits in der Liste der Treffergebnisse einen guten Eindruck über die Passgenauigkeit des Kandidaten für Ihre Vakanz.


Die Produktoffensive geht weiter

Für meine operative Kandidatensuche und -kommunikation bedeuten die neuen XING-Funktionen eine enorme Arbeitserleichterung. Viele Recruiter wünschen sich darüber hinaus einen Recruiter-Account, mit dem mehrere Recruiter eines Unternehmens gemeinsam ihre Kontakte und Kandidaten verwalten. Dies erlaubt die Recruiter-Mitgliedschaft in ihrer jetzigen Form leider nicht. Aber Sie dürfen gespannt sein: Vielleicht arbeitet XING ja gerade jetzt  mit Hochdruck an dieser Lösung?!


Über den Autor: Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit für CHIKATO SALES + RECRUITMENT CONSULTING nutzt Daniela Chikato XING erfolgreich sowohl zur Rekrutierung aktiv und latent suchender Kandidaten als auch zur Generierung neuer Aufträge und Geschäftskontakte. Diese Erfahrungen, gepaart mit den umfassenden Kenntnissen des E-Recruiting-Markts, gibt sie als offizielle Trainerin des Spezial-Seminars “XING für Recruiter” weiter.

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5 Antworten
  1. personalmarketing2null
    personalmarketing2null says:

    Hallo Herr Rumohr,
    vielen Dank für den informativen Artikel. Er ergänzt perfekt meine Abhandlung, in der ich beschrieben habe, auf welch vielfältige Weise sich Xing für das Personalmarketing UND Recruiting nutzen lässt. Der Artikel trägt daher nicht ohne Grund den Titel “Xing – die Wundertüte für Personaler” und kann hier nachgelesen werden: http://personalmarketing2null.wordpress.com/2011/10/17/xing-die-wundertuete-fuer-personaler/
    Viele Grüße aus Wiesbaden,
    Henner Knabenreich

    Antworten
  2. Daniela Chikato
    Daniela Chikato says:

    Lieber Herr Knabenreich,

    vielen Dank für Ihren Kommentar und den Hinweis auf Ihren Artikel “XING – die Wundertüte für Personaler”. In der Tat war mir dieser schon vor einigen Wochen als sehr informationsreich und lesenswert aufgefallen. Insofern stellt Ihr Link eine gute Ergänzung unseres Artikels dar; danke.

    Herzliche Grüße nach Wiesbaden,
    Daniela Chikato

    Antworten
  3. Daniela Chikato
    Daniela Chikato says:

    Lieber Herr Knabenreich,

    vielen Dank auch für Ihren Link zu Ihrem Blog-Post über den Einsatz von Blogs im Recruiting bei Otto.

    Auch nach meiner Erfahrung setzen zu wenig Unternehmen Blogs im Recruiting ein. Das hängt m.E. auch damit zusammen, dass oftmals die Personaler noch nicht in der Welt des Recruiter 2.0 angekommen sind – sprich nicht jeder Recruiter/Personalentscheider ist mit der Klaviatur der neuen Kanäle vertraut und erkennt die Relevanz. Noch ist viel Umdenken und Lernen vonnöten, um diese Medien ganzheitlich und professionell einzusetzen.

    Herzliche Grüße,
    Daniela Chikato

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  1. […] nicht nur auf Facebook. Die Nutzung von Xing spielt in diesem Kontext ebenso eine große Rolle (gerade mit neuen Features an den Start gegangen) wie Youtube oder kununu, um nur einige zu nennen. Ein Stiefkind nehmen bis dato die Blogs ein. […]

  2. […] nicht nur auf Facebook. Die Nutzung von Xing spielt in diesem Kontext ebenso eine große Rolle (gerade mit neuen Features an den Start gegangen) wie Youtube oder kununu, um nur einige zu nennen. Ein Stiefkind nehmen bis dato die Blogs ein. […]

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