So nutzen Sie XING zum Einstieg in Ihr aktives Reputationsmanagement

Ein Gastbeitrag von: Kerstin Hoffmann – Wer besitzt eigentlich die Informationshoheit über Ihren Namen? Sie selbst? Oder bestimmen andere, was über Sie im Netz zu finden ist? In diesen digitalen Zeiten gilt: Nur wer selbst aktiv Inhalte in sozialen Netzwerken und auf eigenen Webseiten publiziert, ist zu den richtigen Themen und mit den gewünschten Inhalten sichtbar.

Das gilt für Unternehmen ebenso wie für Freiberufler, aber auch für Angestellte, die ihren Marktwert selbst bestimmen oder sich auf einem bestimmten Fachgebiet profilieren wollen. Wer sich diesem Wandel verschließt, verliert nicht nur den Anschluss. Er oder sie gewährt damit zugleich anderen die Entscheidung darüber, was über die eigene Person im Netz steht.

So oder so ähnlich bringe ich es in meinen Vorträgen über Reputationsmanagement und Personal Branding meinen Zuhörern nahe. Doch angesichts der zahllosen Möglichkeiten, um das eigene öffentliche Bild zu gestalten und mehr Sichtbarkeit für sich selbst zu erzeugen, fühlen sich viele zunächst wie nach dem Trinken aus einem C-Rohr der Feuerwehr: Sie sind patschnass, aber immer noch durstig. Anders gesagt: Sie wissen überhaupt nicht, wie sie die Sache angehen sollen. Zumal dann, wenn sie bisher in sozialen Netzwerken noch nicht oder kaum präsent sind. Um Ordnung und Struktur in die Sache zu bringen und die eigene Einordnung zu erleichtern, habe ich daher die Reputationsskala entwickelt. Hier kann sich jeder mit seinem gegenwärtigen Status einordnen und ein Ziel bestimmen.

In diesem Beitrag greife ich nun ein einzelnes Netzwerk heraus und schlage Ihnen vor: Nutzen Sie die Reputationsskala, um mit XING in ein besseres, aktives Reputationsmanagement einzusteigen. Ich zeige Ihnen schrittweise die einzelnen Möglichkeiten. In den Kästen zeigt Joachim Rumohr jeweils mit Bild und kurzer Erläuterung, wie Sie das ganz konkret umsetzen.

Vom Reputationsmonitoring zum Reputationsmanagement: Die Skala

Online-ReputationHier finden Sie eine detaillierte Erläuterung der Skala und der einzelnen Schritte. »

Warum gerade XING?

Im Folgenden wenden wir die Skala als Werkzeug an, um uns die Möglichkeiten näher anzusehen, die XING bietet. XING wird manchmal als Social Network für diejenigen bezeichnet, die ansonsten mit Social Media (noch) nicht viel am Hut haben. Hier sind die Einstiegshürden gering. Die professionelle, seriöse Ausrichtung ist klar. Sehr viele Unternehmer und Angestellte haben hier ohnehin bereits ein Profil, wie gut es derzeit auch immer gepflegt sein mag. Jetzt zeigen wir Ihnen, wie Sie es noch besser machen. Dazu ist das Blog des XING-Experten Joachim Rumohr genau der richtige Ort. Betrachten wir dazu die Skala näher.

Monitoring: Mit der Pflicht fängt es an

Wie Sie sehen, führt Sie die (nach oben offene) Skala von eher passivem Verhalten zu großer Aktivität. Wie Sie auch meinem ausführlichen Artikel entnehmen können, kommt heutzutage fast niemand mehr um die Pflicht herum: das Reputationsmonitoring. Sie wollen – und müssen! – wissen, was und wie im Netz über Sie gesprochen wird. Dazu bieten sich Google Alerts oder die, wie ich finde, noch zielsichereren Talkwalker Alerts an. Beide Angebote sind kostenfrei.

Zusätzlich sollten Sie sich in regelmäßigen Abständen selbst googeln. Das tun Sie am besten an einem Computer, an dem Sie noch nicht eingeloggt waren und eine solche Suche noch nicht gemacht haben. Es gibt aber auch Tools, um ein solches Szenario zu simulieren.

Hier kommt XING ins Spiel

Wenn Sie bisher im Netz noch nicht sehr aktiv waren, aber ein XING-Profil haben, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass dieses in den Suchergebnissen nach Ihrem Namen sehr weit vorn auftaucht. Das bedeutet auch: Wer nach Informationen über Ihre Person, Ihren Expertenstatus, Ihre Glaubwürdigkeit, Ihre Fachkenntnisse oder Ihr professionelles Angebot sucht, wird auf das zurückgreifen, was er bei XING findet. Daher ist es so wichtig, dass ihr Profil gut aussieht und vernünftig mit Inhalten gefüllt ist. Damit kommen wir zur zweiten Stufe der Skala.

Präsenz auf fremden Plattformen am Beispiel XING

Sie wollen nicht bloggen, nicht twittern, nicht auf Facebook schreiben, aber dennoch im Netz präsent sein? Dann ist XING ein guter erster Schritt zur Präsenz auf fremden Plattformen. (Als Zweites könnten Sie sich beispielsweise LinkedIn anschauen, aber wir bleiben heute bei einem Netzwerk.)

 

Der Weg zum professionellen XING-Profil

  1. Bedenken Sie die Wirkung Ihres Profilbildes
    Lesen Sie dazu den Artikel „Über die Wirkung von Profilbildern„.
  2. Bringen Sie Aussagekraft in Ihren Firmennamen
    Sorgen Sie für eine klare Aussage in Ihrem Firmennamen. Der Profilbesucher will immer als Erstes wissen, ob er bei Ihnen richtig ist. Diese Information muss möglichst auf den ersten Blick verfügbar sein.
  3. Nutzen Sie den Profilspruch
    Im Feld Profilspruch können Sie direkt einen Lösungsansatz für Ihren zukünftigen Kunden präsentieren. Mehr dazu im Video „So nutzen Sie den Profilspruch„.

Ein XING-Profil, einmal gut angelegt, macht relativ wenig Arbeit. Sie sollten es dennoch regelmäßig überprüfen und sich über neue Funktionen informieren. Vor allem aber dient XING natürlich dazu, sich mit anderen zu vernetzen, bestehende Kontakte auch hier hinzuzufügen und diese mit aktuellen Informationen zu versorgen. Damit machen wir bereits den Schritt zur nächsten Stufe:

Publikation auf fremden Plattformen am Beispiel XING

Vielleicht möchten Sie kein eigenes Blog pflegen und eine ständig zu aktualisierende eigene Website ist Ihnen zu viel? Dann nutzen Sie doch die vielfältigen Möglichkeiten, die XING Ihnen bietet, um im Internet aktualisierte Inhalte zu publizieren.
Der erste Schritt dazu ist der Auf- und Ausbau Ihres Portfolios. Dort können Sie eigene Bilder und Texte unterbringen. Das hat schon fast den Charakter einer kleinen eigenen Website.

 

Hilfevideo zum XING-Portfolio

 

 

Auch für die Verbreitung aktualisierter Informationen bietet sich XING an. So könnten Sie zum Beispiel als Service für Ihr Netzwerk interessante Inhalte von anderen Webseiten sammeln und als Links zur Verfügung stellen. Der Fachausdruck dafür lautet „Content Curation“. Wie ein Museumsmacher eine Ausstellung aus Bildern „kuratiert“, ohne diese selbst zu malen, so kuratieren Sie Verweise auf fremde Inhalte. Aber bitte Obacht: Immer nur der Link und ein kurzes Zitat. Mit Vollzitaten könnten Sie Probleme in Sachen Urheberrecht bekommen!

Um diese interessanten Links und Zitate zu verbreiten, nutzen Sie beispielsweise die eigene Statuszeile.

 

Linkempfehlungen auf der XING-Startseite

Auf der XING-Startseite können Links zu Webseiten empfohlen werden. Woher kommen die Informationen, die hier geteilt werden, wo kommt der Teilen-Button von XING her, der sich auf manchen Webseiten befindet? Was ist als Betreiber einer Website zu beachten, damit es funktioniert?

Darüber hinaus können Sie sich in Gruppen engagieren und dort auf interessante Artikel hinweisen.
Wenn Sie eigene Ideen und Texte unterbringen sowie zu Diskussionen beitragen wollen, so bieten Ihnen die XING-Gruppen ebenfalls reichlich Raum für die Publikation eigener Inhalte und Texte, ohne dass Sie dafür eine eigene Plattform betreiben müssten.

 

Einen neuen Beitrag in einer Gruppe schreiben

Nachdem Sie eine passende Gruppe auf XING gefunden haben und Mitglied geworden sind, können Sie direkt auf der Gruppen-Startseite einen Artikel verfassen und in der Gruppe veröffentlichen.

gruppenartikel schreiben

Publikation auf fremden Plattformen an XING anbinden

Wenn es um die Publikation auf eigenen Plattformen geht, sind wir schon mitten in der Contentstrategie. Hier geht es um das eigene (Corporate) Blog, um Websites, vielleicht Newsrooms oder Pressebereiche. Multimediale Inhalte, Vernetzung, einander verstärkende Mechanismen: Da dieser Aufwand ebenso frei skalierbar von der Einzelperson zur großangelegten Kommunikationsstrategie eines Unternehmens reicht, muss die Skala nach oben offen sein.
Konkret bietet Ihnen XING die Möglichkeit, mehr Sichtbarkeit für Ihre eigenen Plattformen und Veröffentlichungen zu erzielen. Zunächst einmal gehören Präsenzen im Web in Ihr XING-Profil.

 

Tragen Sie weitere Profile im Web in Ihrem XING-Profil ein

weitere profile im netz

Nutzen Sie die Statuszeile, wie oben gezeigt, auch dafür, auf eigene Veröffentlichungen hinzuweisen. Das lässt sich auch automatisieren, indem Sie für jedes Ihrer Blogs oder Magazine den RSS-Feed bei XING einbinden. Dann erscheint jede neue Veröffentlichung automatisch als Vorschau und Link in Ihrer Statuszeile.

 

Tragen Sie einfach den RSS-Feed im XING-Profil ein

Wie im oberen Bild bei „Weitere Profile im Netz“ zu sehen ist, gibt es das Feld RSS-Feeds. Hier können Sie einen oder mehrere Feeds eintragen. Neue Einträge im Feed werden Ihren direkten Kontakten dann vollautomatisch als Linkempfehlung in „Neues aus meinem Netzwerk“ angezeigt.

rss-feeds

Ihre Kontakte können diese Einträge liken und kommentieren und daraus wiederum entspinnen sich oft interessante Diskussionen.
Ach, übrigens, wenn Sie ein eigenes Blog haben: Vergessen Sie nicht, dort auch in den Beiträgen einen XING-Button einzubinden. So können andere schnell und direkt Ihre Inhalte als eigene Statusmeldungen verbreiten und auf diese Weise schaffen auch andere auf XING für ihre Inhalte Sichtbarkeit. Einen solchen Button finden Sie auch unter diesem Beitrag. Wenn Sie bereits ein XING-Profil haben, probieren Sie es doch einfach einmal aus und teilen Sie ihn dort.

Fazit: Leichter Einstieg, viele Möglichkeiten, gut ausbaubar

XING bietet Ihnen für Ihr Reputationsmanagement viele Möglichkeiten, von der reinen Präsenz bis zur Anbindung einer umfangreichen Publikationstätigkeit. Der Einstieg ist leicht und gut zu strukturieren. Und, wer weiß, wenn Sie diese Einstiegshürden einmal spielend gemeistert haben: Vielleicht haben Sie dann ja Lust, Ihr Reputationsmanagement auf weitere Plattformen auszudehnen? Wir wünschen Ihnen dabei viel Erfolg!

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Dr. Kerstin Hoffmann berät und unterstützt Unternehmen sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Kommunikations- und Digital-Strategien. Sie twittert als @PR_Doktor. Ihr Blog “PR-Doktor” ist laut Ebuzzing eines der führenden deutschen Blogs über digitale Kommunikation. Sie gibt Workshops, hält Vorträge und schreibt Bücher. Kerstin Hoffmann lehrt an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Public Relations und digitale Strategien. Ihr aktuelles Buch heißt: „Prinzip kostenlos. Wissen verschenken – Aufmerksamkeit steigern – Kunden gewinnen“. Das nächste Buch ist in Arbeit. Es befasst sich unter anderem mit Themen des digitalen Wandels.

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Über den Autor

Joachim Rumohr ist Hamburger und Nordlicht mit Leib und Seele. Er hat mehr als zwanzig Jahre Vertriebserfahrung und das Potential von XING bereits früh erkannt. Seit 2006 gibt er sein Wissen professionell als Berater, Trainer und Vortragsredner weiter. Sein Schwerpunkt ist die digitalisierte Geschäftsanbahnung mit XING und seit 2017 auch LinkedIn.

Rumohr wird in der Presse als „XING-Experte Nr. 1“ genannt. Er ist Autor des Bestseller-Buchs „XING optimal nutzen” mit rund 20.000 verkauften Exemplaren. Auf seinem Blog veröffentlichte er seit 2007 über 1.000 Fachartikel und wird in mehr als 30 Büchern namentlich als der XING Experte genannt.

Zehntausende Menschen haben seine Vorträge live erlebt. Er führte mehrere tausend Beratungen und hunderte Seminare durch. Mit seiner begeisternden Art steht er für motivierenden und nachhaltigen Wissenstransfer.

Heute lebt und arbeitet Joachim Rumohr in Mölln, der östlich von Hamburg gelegenen Kurstadt. Mölln gehört mit rund 19.000 Einwohnern zu den zehn schönsten Kleinstädten Deutschlands. In seiner Umgebung mit sehr viel Wald, Natur und Seen findet Joachim Rumohr seinen Ausgleich: In seiner Freizeit klettert Joachim Rumohr leidenschaftlich gern auf Bäume. Dabei nutzt er das Equipment von professionellen Baumpflegern und steigt so auf Bäume in bis zu 40 m Höhe.

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Kommentare vs. DS-GVO

Ich habe bis heute kein wirklich funktionierendes und (mit meinen anderen PlugIns) kompatibles PlugIn für WordPress gefunden, mit dem ich die Standard-Kommentarfunktion in Bezug auf die Datenschutz-Grundverordnung konform gestalten könnte. Ich habe mich daher zunächst entschieden die Kommentarfunktion abzuschalten und ein Formular für eine direkte Anfrage zu hinterlegen. Mal sehen, was die Zeit nach dem 25. Mai 2018 bringt und wie sich die ganze Situation entwickeln wird. Sobald es geht werde ich die Kommentare wieder einschalten.