Sieben Tipps zum Umgang mit Visitenkarten beim Netzwerken

Es gibt sicher viele Arten, Visitenkarten zu benutzen, und ich weiß nicht, welches Ziel Sie mit Ihren Karten verfolgen. Ich tausche meine Karte immer dann, wenn ich jemanden treffe, den ich bisher nicht kannte. Im ersten Moment ist daher für mich der Name das Wichtigste.

Später nutze ich die Karte, um mich an das Gespräch sowie die Person zu erinnern und eventuell auch zur Übernahme der Daten in meine Kontaktverwaltung.

1. Drucken Sie Ihren Namen groß

Denken Sie bei der Auswahl der Schriftgröße nicht nur an das gute Design. Denken Sie auch an schlechte Beleuchtung, eine laute Umgebung und einen Gesprächspartner mit Bedarf an einer Lesebrille. Nicht immer versteht man den Namen auf Anhieb und dann ist es von Vorteil, wenn man nicht mehrfach nachfragen muss, weil der Name auf der Karte gut zu erkennen ist.

2. Die Karte sollte beschreibbar sein

Laminierte, beschichtete oder auf der Rückseite schwarz bedruckte Karten haben den großen Nachteil, dass man sich keine Notizen zum Gespräch auf der Karte machen kann. Und gerade solche Notizen sind enorm wertvoll, wenn man bei einem Networking-Event oder einer Messe nicht nur einen, sondern viele neue Kontakte kennenlernt. Ich schreibe mir stets direkt nach dem Gespräch das Datum, den Anlass und (in Stichworten) den Inhalt der Unterhaltung oder bestimmte Bezugspunkte zur Person auf die Karte.

3. Drucken Sie Ihr Profilbild auf die Karte

Gerade bei Events mit vielen Kontakten hat man im Anschluss oft einen großen Stapel an Karten in der Tasche. An die Gesprächspartner erinnert man sich dann oft nicht mehr. Und ebenso ist die Zuordnung zum richtigen XING-Profil mit einem Bild auf der Karte wesentlich leichter. Das Bild auf der Karte ist daher bestenfalls das gleiche wie auf XING.

4. Ihre Kernaussage gehört auf die Karte

Mit einem kurzen prägnanten Satz zu Ihrem Angebot erleichtern Sie es Menschen noch stärker, sich an Sie und das Gespräch zu erinnern. Firmennamen sind oft ohne Aussage; sie sind wie Schall und Rauch. Eine gute und prägnante Kernaussage bleibt hingegen viel eher im Kopf.

5. Vergessen Sie QR-Codes

Die Erfahrungen mit QR-Codes auf Visitenkarten haben bei mir dazu geführt, dass ich diese nicht mehr nutze. Die Codes sind oft nicht lesbar, beinhalten unnütze Informationen oder sind mit meinem System nicht kompatibel. Bei einer gerade durchgeführten Umfrage auf appinio kam zudem heraus, dass nur jeder Dritte überhaupt einen solchen Reader installiert hat.

6. Stecken Sie erhaltene Visitenkarten nicht sofort ein

Ich lege die Visitenkarte meines Gesprächspartners stets vor mir auf den Tisch. So habe ich die Möglichkeit, den Namen erneut zu lesen, und denke nach dem Gespräch automatisch daran, mir auf der Karte Notizen zu machen. Wenn es passt, dann mache ich diese sogar während des Gesprächs. Beispielsweise dann, wenn eine bestimmte Aktion von mir zugesagt wird.

7. Nutzen Sie Klappkarten

Eine Klappkarte hat zunächst zwei weitere Seiten, auf die man Inhalte und Bilder drucken kann. Viel wichtiger ist jedoch meine Beobachtung, dass Klappkarten häufig genutzt werden, um alle weiteren erhaltenen Karten eines Events darin zu „lagern“. Ihre Karte ist somit immer oben und erweist dem Empfänger zudem einen zusätzlichen Dienst.

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„Bewusst Netzwerken bedeutet für mich menschlich, verbindlich und wertschätzend zu handeln. Meine Erfahrungen aus 20 Jahren Netzwerken gebe ich in Vorträgen, Seminaren und als Berater für Verbände und Unternehmen weiter.“

Über den Autor

Joachim Rumohr erkannte früh das Potenzial von XING und nutzte es systematisch für seine Verkaufstätigkeit. 2006 begann er sein Wissen professionell weiterzugeben und gilt heute mit rund 1.000 Fachartikeln in seinem Blog, dem Bestseller-Buch “XING optimal nutzen” und weiteren Beiträgen in rund 30 Fachbüchern als der XING-Experte Nr. 1.

Sie können ihn als Trainer, Berater und Vortragsredner zum Thema „Bewusster Netzwerken“ und XING buchen.
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3 Kommentare
  1. Olaf Welling
    Olaf Welling says:

    Ergänzend zwei, drei Punkte:
    • Notizen auf der Visitenkarte würde ich zumindest nicht während eines Gesprächs machen – manche Leute empfinden das als nachgerade blasphemisch, wenn man ihre Visitenkarte auf diese Weise zum Gebrauchsgegenstand herabstuft.
    • Bei Klappkarten sollten Sie darauf achten, dass alle relevanten Informationen (vor allem Name und Kontaktdaten) auf einer Seite sind. Wenn Ihre Karte in ein Rolodex oder ein Standard-Klarsichtregister einsortiert wird, ist nämlich sonst immer das entscheidende auf der verdeckten Seite.
    • Das ist auch ein Argument gegen Überformate – ja, eine 2 cm längere Karte sticht aus dem großen Stapel heraus, aber die 2 cm sind auch als erste unansehnlich.
    • Lesen Sie die Visitenkarte, wenn sie Ihnen übergeben wurde sofort einmal quer – vielleicht findet sich gleich ein weiterer Anknüpfungspunkt, das Gespräch zu vertiefen.

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  2. Konrad
    Konrad says:

    Ich kann dem Vorredner nur zustimmen: Notzen auf Visitenkarten sind ein Affront, in Asien wäre das eine Beleidigung erster Güte.

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