Karriere mit XING – Die Felder „Ich suche“ und „Ich biete“

Die Felder „Ich suche“ und „Ich biete“ stellen zwei elementare Bereiche dar. Wie können Sie diese für Ihre Bewerbung am Besten nutzen? Das Auffinden von passenden Kontakten wird mit weit über 80% über diese beiden Felder entschieden.

Wer hier nicht die richtigen Schlüsselwörter und Formulierungen findet, setzt sich dem Risiko der Nichtbeachtung in einem sehr großen Maße aus. Wer offensiv suchen will, der sollte im Feld „Ich suche“ mit dem ersten Begriff seine Stellensuche signalisieren. Am besten hat sich die Formulierung „Neue Herausforderung“ bewährt.

Sie umschreibt das Vorhaben elegant und dennoch präzise. Wer will kann dies auch plakativer machen. Anders ist es, wenn jemand “unter vorgehaltener Hand” sucht oder dies ohne großes Aufsehen machen möchte. Dann können Begriffe wie “Kontakte”, “Projekte” oder “Herausforderung im Leben” ihre Bereitschaft zur beruflichen Neuorientierung signalisieren.

Danach sollten in kurzen und aussagekräftigen Formulierungen ihre Bedingungen und/oder Wünsche an die neue Position folgen, gerade was das Berufsfeld, den Tätigkeitsbereich und die Branchen angeht.

Am Beispiel eines Maschinenbauingenieurs kann dies wie folgt aussehen:

Ich suche: “Neue Herausforderungen in der Systemautomatisierung von Produktionsanlagen, im Consulting Elektrotechnik, Automatisierungstechnik, Fertigungstechnik, Verfahrenstechnik sowie Projektierung von Hard- und Softwarelösungen oder Projektkalkulation.”

Verwenden Sie idealerweise ein Schlüsselwörter Tool zur Feinauswahl der Begriffe, so optimieren Sie gleich ihr Profil für Suchmaschinen und Trefferrelevanz. Sie haben zwischenzeitlich ihre Selbstanalyse gemacht und verfügen über eine große Auswahl an Kenntnissen, Fähigkeiten und Eigenschaften.

Solche Tools finden Sie z.B. unter www.ranking-check.de oder https://adwords.google.com/select/KeywordToolExternal. In unserem Beispiel macht die Differenz zwischen den Begriffen “Automatisierung” und “Automatisierungstechnik”, was inhaltlich das Gleiche ist, ca 10.000 Suchanfragen im Monat aus.

Wählen Sie die Begriffe wohl dosiert aus und vermeiden Sie eine Ansammlung von zu vielen Features (Bauchladen-Syndrom).  In logischer Konsequenz muss natürlich das Feld „Ich biete“ genau das abgestimmte Pendant zu dem Feld „Ich suche“ sein.

Deplatzierte, irrelevante oder gegensätzliche Informationen sind unbedingt zu vermeiden. Ein Klassiker sind die Softskills, diese werden öfter unter “Ich biete” geschrieben.  Die persönlichen Eigenschaften können Sie jedoch auf der „Über-mich“ Seite wesentlich besser und gewinnbringender präsentieren, als unter “Ich biete”.

Setzen Sie unter “Ich biete” einen Hinweis, das auf Ihrer „Über-mich“ Seite weitere persönliche Informationen zu finden sind. So können Sie ein umfangreiches und objektives Bild ihrer Person beim Leser entstehen lassen.

Tipp: Erst das Feld “Ich biete” und danach “Ich suche” editieren! Erstens geht es vielen Menschen schneller und leichter von der Hand und zweitens schaffen Sie eine genauere Abgleichsmöglichkeit zu einer Jobbeschreibung.  Dies ist wichtig, da von Personalern immer mehr mit Suchketten (Verknüpfung mehrerer Felder oder Begriffe) gearbeitet wird, und das funktioniert auch wenn die Suchanfrage zum Beispiel über Google & Co kommt. Voraussetzung ist, das Ihr Profil für das Auffinden in Suchmaschinen freigeschaltet ist.

Die beiden Felder geben einen ersten Ausblick darüber, was Sie bieten und möchten. Daher müssen Sie den Leser mit Ihrem ausdrucksvollen Profil “Lust auf mehr” machen und das er sich mit seinem Anliegen in Ihrem Profil wieder erkennt.


Dieser Artikel stammt von Horst Zieger. Er ist Personalberater der Firma “GKM recruitment partner ltd.” und schreibt im Blog von Joachim Rumohr als Co-Autor im Bereich “Jobs”.

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Über den Autor

Joachim Rumohr hat mehr als zwanzig Jahre Vertriebserfahrung und das Potential von Social Selling und Networking früh erkannt. Seit 2006 gibt er sein Wissen professionell als Berater, Trainer und Vortragsredner weiter. Sein Schwerpunkt ist die Geschäftsanbahnung mit XING und LinkedIn im B2B-Vertrieb.

Rumohr ist Autor des Bestseller-Buchs „XING optimal nutzen” mit rund 20.000 verkauften Exemplaren. Auf seinem Blog veröffentlichte er seit 2007 über 1.000 Fachartikel und wird in mehr als 30 Büchern namentlich als Experte genannt.

Er hat Erfahrungen aus mehr als 10.000 Stunden Beratungen, Trainings und Vorträgen rund um die Nutzung von Business-Plattformen wie XING und LinkedIn gesammelt. Zehntausende Menschen haben seine Vorträge live erlebt. Er führte mehrere tausend Beratungen und hunderte Seminare durch. Mit seiner begeisternden Art steht er für motivierenden und nachhaltigen Wissenstransfer.

Rumohr lebt und arbeitet in Mölln, der östlich von Hamburg gelegenen Kurstadt. Mölln gehört mit rund 19.000 Einwohnern zu den zehn schönsten Kleinstädten Deutschlands. In seiner Umgebung mit sehr viel Wald, Natur und Seen findet Joachim Rumohr seinen Ausgleich: In seiner Freizeit klettert er leidenschaftlich gern auf Bäume. Dabei nutzt er das Equipment von professionellen Baumpflegern und steigt so auf Bäume in bis zu 40 m Höhe.

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Kommentare vs. DS-GVO

Ich habe bis heute kein wirklich funktionierendes und (mit meinen anderen PlugIns) kompatibles PlugIn für WordPress gefunden, mit dem ich die Standard-Kommentarfunktion in Bezug auf die Datenschutz-Grundverordnung konform gestalten könnte. Ich habe mich daher zunächst entschieden die Kommentarfunktion abzuschalten und ein Formular für eine direkte Anfrage zu hinterlegen. Mal sehen, was die Zeit nach dem 25. Mai 2018 bringt und wie sich die ganze Situation entwickeln wird. Sobald es geht werde ich die Kommentare wieder einschalten.