Der Weg zum eigenen Unternehmensprofil auf XING

Bereits zum Start der Funktion “Unternehmen” präsentierte XING mehr als 100.000 Unternehmensprofile, die aufgrund identischer Angaben im Profil automatisch generiert worden waren. Schon wenn Sie und ein weiteres XING-Mitglied die gleiche Firma angeben, können Sie ein kostenloses Unternehmensprofil erhalten.

In diesem Artikel erklärt Andreas Lutz was Sie dabei beachten müssen und zeigt Ihnen am Beispiel seines eigenen Profils, was dabei alles möglich ist. Die Funktionalität der Unternehmensprofile wird von XING laufend erweitert, so dass jetzt ein günstiger Zeitpunkt zum Einstieg ist.

Hier können Sie sich das gruendungszuschuss.de-Profil anschauen. Als XING-Mitglied finden Sie dort übersichtliche, leicht vergleichbare Informationen zum Unternehmen sowie eine Liste der Mitarbeiter, sofern diese Mitglied bei XING sind und die entsprechende Angabe unter Firma gemacht haben. Freie Mitarbeiter mit eigener Firma zählen leider nicht, jedes XING-Mitglied erscheint nur auf einem Unternehmensprofil.

Ähnlich wie bei einem Blog gibt es die Möglichkeit kurze Meldungen zu veröffentlichen, die „Firmen-Updates“. Diese können zwar nicht kommentiert, aber bewertet werden (durch Klicken auf den Link „Interessant“). Wer die Firmen-Updates abonniert, muss keine Mailflut fürchten: Neue Meldungen werden unaufdringlich auf der persönlichen Startseite unter „Neues aus meinem Netzwerk“ angezeigt. In die Firmen-Updates können auch Nachrichten aus einem Twitter-Account eingebunden werden. Diese erscheinen dann allerdings nicht unter „Neues aus meinem Netzwerk“.

Bei Unternehmen ab fünf Mitarbeitern/Mitgliedern (zum Beispiel Linde Verlag Wien) berechnet XING automatisch Statistiken zu Altersstruktur, Dauer der Firmenzugehörigkeit, Karriere-Level. Auch andere Aspekte werden ausgewertet:

  • Sprachkenntnisse der Mitarbeiter (Gibt es jemand im Unternehmen der Spanisch spricht?)
  • Welche Begriffe haben die Mitarbeiter besonders häufig unter „Ich biete“ angegeben? –Dies lässt interessante Rückschlüsse auf die Firmenkultur zu.
  • Zu welchen Unternehmen und Organisationen bestehen Verbindungen, etwa durch frühere Tätigkeiten der Mitarbeiter?

Es handelt sich also nicht nur um Selbstdarstellung: Die Angaben sind für potenzielle Auftraggeber, Dienstleister, Bewerber, Wettbewerber und natürlich auch eigene Mitarbeiter hochinteressant – auch wenn sie durch Aufrufen der einzelnen Profile ebenfalls erschlossen werden könnten und sich nur auf die Mitarbeiter bezieht, die bei XING Mitglied sind und die passende Angabe unter „Firma“ gemacht haben. Der Linde-Verlag, der hier als Beispiel dient, hat tatsächlich weit mehr Mitarbeiter, die beim XING Mitglied sind.

Unter dem Menüpunkt „Unternehmen“ bietet XING eine Suche nach Unternehmensprofilen an. Gesucht werden kann nicht nur nach Name, Ort und Postleitzahl, sondern auch nach Firmengröße und Branche. Zusätzlich können Jobsuchende auch einen Filter setzen und nur Firmen mit Jobangeboten (soweit auf XING geschaltet) anzeigen lassen.

Als erstes werden Sie sicherlich nach Ihrem eigenen Unternehmen suchen. Falls XING noch kein Unternehmensprofil generiert hat, wollen Sie bestimmt ein eigenes einrichten. Dazu müssen die folgenden Voraussetzungen gegeben sein:

  • Mindestens ein weiteres XING-Mitglied muss den Firmennamen komplett identisch angegeben haben. (Angaben in runden Klammern werden dabei ignoriert.)
  • Bei der entsprechenden Tätigkeit muss vor Karriere-Level der Haken bei „Diese Tätigkeit neben meinem Namen und oben auf meiner Profilseite anzeigen“ gesetzt sein.
  • Neben dem Zeitraum muss zudem der Haken „bis heute“ gesetzt sein.
  • Änderungen am Profil führen nicht sofort zu einer Zuordnung zum richtigen Unternehmen. Sie warten am besten 24 Stunden und prüfen dann, ob das entsprechende Mitglied korrekt Ihrem Unternehmen zugeordnet ist.
  • Wenn Sie weniger als vier Mitarbeiter haben, wird das Unternehmensprofil nicht automatisch generiert, sondern Sie müssen es unter „Mein Unternehmen“ mit dem Button „Jetzt Unternehmensprofil anfordern“ die Erstellung beantragen.

Die automatisch generierte Basis-Version des Unternehmensprofils ist kostenlos, bietet allerdings keine Editiermöglichkeiten. Beim Unternehmensprofil „Standard“ (24,90 Euro monatlich) kann man ein eigenes Logo hochladen und die Firmenbeschreibung editieren. Interessant ist diese Profilvariante auch für Unternehmen, die bereits Job-Anzeigen auf XING schalten, auf die sie in diesem Fall verlinken können.

Die von Gruendungszuschuss.de genutzte Plus-Variante (129 Euro monatlich) bietet darüber hinaus ein individuelles Design (Hochladen eines großen Banners, etwa mit Werbung für ein neues Produkt und Möglichkeit zur Verlinkung auf die eigene Website) und die beschriebenen Firmen-Updates. Auf XING finden Sie eine ausführliche Darstellung der verschiedenen Pakete.

Die kostenpflichtigen Pakete haben Ihren Preis. Zumindest für ein kostenfreies Basis-Profil sollte man als Kleinunternehmen aber auf jeden Fall sorgen, um von potenziellen Interessenten und Auftraggebern gefunden zu werden. Unternehmen, die bereits über ein Profil verfügen, sollten sicher stellen, dass ihre Mitarbeiter im XING-Profil einheitliche Angaben unter Firma machen.

Zur Vereinfachung hat XING die Funktion „Firmenzugehörigkeit bestätigen” eingeführt. Der Mitarbeiter muss dazu das Unternehmensprofil öffnen, dem er zugeordnet werden möchten. Wenn er dort auf den Link „Jetzt Firmenzugehörigkeit bestätigen” klickt, wird der Name des gewählten Unternehmens in sein Profil übertragen. Nach spätestens 24 Stunden wird er dann auf dem Unternehmensprofil der gewählten Firma als Mitarbeiter aufgeführt.

Wenn es bereits mehrere Unternehmensprofile gibt, können Sie sich auch an den XING-Support wenden, der diese Profile dann zu einem einzigen zusammenfassen kann. Letztlich an den Support wenden müssen Sie sich auch, wenn ein ehemaliger Mitarbeiter noch Ihre Firma angegeben hat und dies auch auf freundliche Hinweise von Ihnen hin nicht ändert.

Bedenken Sie bei der Vereinheitlichung des Firmeneintrags auch die Tipps, wie Sie das besonders häufig angezeigte Feld „Firma“ als Werbeplatz für Ihr Unternehmen nutzen können, indem Sie es mit einem Claim kombinieren. Aus diesem Grund hat Dr. Lutz bei Firmenname einheitlich „gruendungszuschuss.de – Gut beraten durch die ersten Jahre der Selbständigkeit“ angegeben.

Die Unternehmensprofile sind sicher auch ein Anreiz – ganz im Sinne von XING – Mitarbeiter, die noch nicht in XING sind zum Anlegen eines Profils zu bewegen. Allerdings sollte man dabei bedenken, dass Mitarbeiter an ihren – eigentlich privaten XING-Account – möglicherweise plötzlich zeitkritische Anfragen, Aufträge etc. bekommen – auch in Urlaubszeiten. Sie müssen also bereit sein, regelmäßig ihr XING-Postfach zu prüfen und auch bezüglich der Urlaubszeit sollte eine Absprache getroffen werden, zum Beispiel, dass der Mitarbeiter in der Statusmeldung auf seine Abwesenheit hinweist. Auch ist dann zu besprechen, ob nicht der Arbeitgeber die Mitgliedschaftsgebühren übernimmt.

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