Kandidaten finden, ohne zu suchen – mit Leichtigkeit und dem XING Talentmanager 2.0!

(Autor: Daniela Chikato) Am 17. September 2013 schickt XING die zweite Generation des Talentmanagers ins Rennen. Ich habe das Active- Sourcing-Tool seit Tagen umfangreich getestet. Hier gebe ich einen Überblick über die wichtigsten Neuigkeiten und darüber, welche Vorteile sie konkret für den Praxiseinsatz bedeuten. Eines kurz vorweg: In meinen Augen ist XING ein grandioser Wurf gelungen!

Aller guten Dinge sind 3: Die Highlights auf einen Blick

  1. XING hat dem Talentmanager ein modernes, einfacher zu bedienendes Gewand spendiert.
  2. Die in meinen Augen wichtigste Evolution gegenüber dem Vorgängermodell: Recruiter, denen Expertise in der aktiven Kandidatensuche fehlt, finden passende Kandidaten – auch ohne tiefgehende Kenntnisse der Boole’schen Logik (die für die systematische Profi-Suche in der XING-Datenbank relevant ist).
  3. Mit den neuen Jobsuche-Informationen erhalten Talentmanager-Nutzer exklusive Angaben zu Karriere-Wünschen von Usern.

So weit, so gut – was heißt das konkret?

1. Innovation: Die Gestaltung

Bisherige Nutzer erkennen es sofort: Der Talentmanager hat ein frisches Design erhalten. Es erlaubt Neulingen eine intuitive Anwendung und ist – im Vergleich zum Vorgänger – in sich konsistenter, stringenter umgesetzt und State of the Art, u. a. dank Kacheloptik. Zugleich ist es zweckmäßig, da skalierbar. Denn die neue Darstellung ermöglicht mehr Übersichtlichkeit, z. B. in der Projektliste, Kandidatenliste etc.

2. Innovation: Radikale Vereinfachung der Suche

Der Talentmanager ist ein Werkzeug, mit dem Recruiter proaktiv die XING-Mitgliederdatenbank nach passenden Kandidaten durchforsten – und diese kontaktieren. Das bedeutete bisher, dass Recruiter entweder intuitiv die Suchmaske bedienten und – trotz rudimentären Ansatzes – Ergebnisse generierten. Für die systematische Profi-Suche war es aber unabdingbar, die sogenannte Boole’sche Logik zur Verknüpfung von Suchparametern anzuwenden – und auch zu überlegen, welches Feld der Suchmaske sich konkret eignet, um zielführende Ergebnisqualitäten und -mengen zu erzielen.

Das überforderte Anfänger, vor allem Neulinge, aber teilweise auch gestandene Researcher und Recruiter. Viele Nutzer waren abgeschreckt. So gesehen ist es – aus Vertriebssicht – nicht uneigennützig von XING, wenn künftig auch „unbedarfte“ Nutzer spielend einfach den Weg zu passenden Kandidaten finden.

Und genau das ist der eigentliche Verdienst des neuen Talentmanagers: Zwar ist weiterhin die ausgefeilte Suche möglich. Doch beinahe schon revolutionär ist, wie XING uns hilft zu finden – und zwar ohne explizite Suche! So geht’s:

  1. (Such-)Projekt anlegen – Namen der Vakanz und Status der Besetzung festlegen.
  2. Stellenprofil hochladen – als .PDF oder .DOC.
  3. XING überträgt automatisch aus Ihrem Dokument die Inhalte in das Formular der Projektdetails – Sie nehmen bei Bedarf noch Änderungen/Ergänzungen vor und speichern diese.
  4. Jetzt können Sie sich quasi schon zurücklehnen, denn nun arbeitet XING für Sie: im Hintergrund, und zwar rasend schnell. Die Angaben des hochgeladenen Stellenprofils gleicht XING automatisch mit den Mitgliederprofilen ab. Die sog. Matching-Resultate präsentiert XING im jeweiligen Projekt unter „Empfehlungen“. Dort warten die intelligent identifizierten Mitgliederprofile nur noch auf Ihre Sichtung und Kontaktaufnahme.

Wie genial – einfach und gut! Denn so trivial es klingt: Es bedeutet für uns Anwender einen Quantensprung; XING nimmt uns die mühsame Suche ab: Finden, ohne zu suchen, mit Leichtigkeit – das ist das Motto. Danke@XING!

Jeder Kandidat aus der Empfehlungsliste kann nun dem Suchprojekt hinzugeordnet und mit einem Status gekennzeichnet werden. Das Profil des Kandidaten ist mit einem Klick erreichbar, ebenso die Möglichkeit, ihm eine Nachricht bzw. Kontaktanfrage zu senden. Die gesammelte Korrespondenz mit einem Kandidaten ist erreichbar und vieles mehr. All diese Funktionen bot das Vorgängermodell ebenfalls – wenn auch mit weniger Eleganz.

Allen, die systematisch und besonders zielgerichtet suchen möchten, empfehle ich, parallel zum automatischen Matching eine explizite Kandidatensuche zu starten: Damit betreten wir das Terrain der klassischen (aufwendigen) Suche mit Boole’scher Logik – allerdings erlaubt dies eine feine Steuerung der Suchergebnisse, z. B. die Suche nach dem Ortsradius, die explizite Suche nach Skills in bestimmten Profilfeldern etc. Hier ist die Evolution vom Talentmanager 1.0 zu 2.0 feiner dosiert und wird sichtbar durch bessere Usability, z. B. bei der Bedienung des Suchformulars, der Anordnung der Filter zur Verfeinerung der Suchergebnisse etc.

3. Innovation: Exklusive Informationen zu Karrierezielen der User

Wenn Sie Kandidatenprofile aufrufen, finden Sie im Profilkopf Angaben zum Jobsuche-Status:

  • Aktiv auf Jobsuche
  • Nicht auf Jobsuche, offen für Angebote
  • Derzeit kein Interesse an Jobangeboten

Diese Angaben sind auch Basis- und Premium-Mitgliedern zugänglich.

Im Talentmanager können Sie – so User die Angaben hinterlegen – darüber hinaus folgende Parameter einsehen und von vornherein zielgerichteter agieren:

  • Umzugsbereitschaft
  • Gehaltsvorstellung
  • Bevorzugte Arbeitsorte
  • Bevorzugtes Tätigkeitsfeld
  • Bevorzugte Branche

Never Change A Running System: Bewährtes bleibt

Ich möchte nicht sämtliche Funktionen aufzählen, die der alte und neue Talentmanager gemeinsam haben. Beschränken wir uns daher auf die elementare Funktionalität, die das Werkzeug nach wie vor auszeichnet:

  1. Der XING Talentmanager ist eine Firmen-Mitgliedschaft: Die Premium-/Basis-Mitgliedschaften sind Personenmitgliedschaften.
  2. Wechselt ein Recruiter intern den Aufgabenbereich oder gar den Arbeitgeber, verbleibt seine Kandidaten-Korrespondenz im HR-Bereich des Unternehmens.
  3. Recruiting-Projekte können Talentmanager-Nutzer einzeln oder im Team bearbeiten: Die Suche und Korrespondenz können wahlweise für sich selbst oder fürs Team freigeschaltet werden.
  4. Aus der kollaborativen („Team“-)Arbeit resultiert: Recruiter erkennen untereinander, welche Kandidaten bereits für diese oder andere Vakanzen angesprochen wurden: keine unprofessionellen Mehrfachkontaktierungen.
  5. Die Übertragung von Talentmanager-Lizenzen von einem Teammitglied auf einen anderen Recruiter ist möglich: je einmal innerhalb von 30 Tagen.
  6. Genaue Skalierung der Mitgliedersuche dank leistungsfähiger Filter: Mit wenigen Klicks optimieren Sie Ihre Suchergebnisse und erhalten passende, quantitativ überschaubare Profile.
  7. Jeder Talentmanager-Nutzer erhält parallel zur Laufzeit des Tools ohne Aufpreis die Premium-Mitgliedschaft von XING freigeschaltet.
  8. Pro Monat kann jeder Nutzer 1.020 Nachrichten an Nichtkontakte versenden: an durchschnittlich 23 Arbeitstagen im Monat also je 44 Kandidaten; ausreichend selbst für Power-User.

Unser Feedback zum Talentmanager: Einfluss nehmen auf Weiterentwicklung

Ich kann dem XING-Team nur wünschen, den eingeschlagenen Pfad im Sinne eines grandiosen Nutzererlebnisses konsequent zu verfolgen. Und wir Nutzer sind alle gebeten, unser Feedback zum Talentmanager zu geben: Was gefällt – viel wichtiger aber noch: was fehlt, was hätten wir gern anders. Der Talentmanager wird stets weiterentwickelt – und XING wird, wie in den letzten 12 Monaten zuvor, Userwünsche in die nächsten Releases einbeziehen. Ich hab’ schon – XING ist’s von mir gewohnt – Ideen eingereicht …

Nicht die Katze im Sack kaufen: Kostenfrei testen

Für maximal 10 zusammenhängende Tage bietet XING die Gelegenheit eines kostenfreien Testzugangs zum Talentmanager. Senden Sie mir eine E-Mail unter Angabe Ihres gewünschten Starttermins und dem Link zu Ihrem XING-Profil – ich koordiniere gern den Testzugang für Sie.

Profi werden im Recruiting mit XING: Spezialseminar „XING für Recruiter“

Zwar vereinfacht der neue Talentmanager die Identifikation von passenden Kandidaten spürbar. Doch, wie oben beschrieben, ist eine Profi-Suche sinnvoll, um – salopp gesagt – auch alle „Nischen auf XING auszukehren“ und begehrte, seltene Talente systematisch aufzuspüren. Die Gretchenfrage beim erfolgreichen Recruiting mit XING bleibt zudem unberührt vom neuen Werkzeug: Wie gehen Sie taktisch, strategisch und operativ vor bei der Kandidatenansprache; wie motivieren Sie latente Jobsucher für ein Gespräch und einen Wechsel? Auch gestandenen Recruitern fällt es nicht leicht, den Königsweg auszumachen. Zahlreiche Best Practices aus erster Hand, ergänzt um weitere relevante Themenbausteine beim Einsatz von XING als Recruiting-Kanal, bietet das Spezial-Seminar „XING für Recruiter“. Die Seminar-Agenda als PDF-Download erhalten Sie hier.


Über den Autor: Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit für CHIKATO SALES + RECRUITMENT CONSULTING nutzt Daniela Chikato XING erfolgreich sowohl zur Rekrutierung aktiv und latent suchender Kandidaten als auch zur Generierung neuer Aufträge und Geschäftskontakte. Diese Erfahrungen, gepaart mit den umfassenden Kenntnissen des E-Recruiting- Markts, gibt sie als offizielle Trainerin des Spezial-Seminars „XING für Recruiter“ weiter.


Artikel auf Rechtschreibung, Grammatik und Stil
geprüft von Annette Winkel

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