Arbeitsmarkt zunehmend digital: Stellenanzeigen auf allen Kanälen

Die wenigsten Stellenanzeigen werden heutzutage noch in lokalen Zeitungen geschaltet. Der Arbeitsmarkt findet vor allem online statt, über diverse Karrierenetzwerke wie XING, aber auch über die einschlägigen Online-Jobbörsen. Die Reichweite einer Stellenanzeige im Internet ist einfach viel größer als im Bereich offline, sodass die Auswahl der Unternehmen an hervorragend qualifizierten Bewerberinnen und Bewerbern steigt. Allerdings ist die Konkurrenz dadurch auch größer: Arbeitsuchende haben ebenfalls eine größere Auswahl an interessanten Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern zur Auswahl, die Entwicklung funktioniert in zwei Richtungen.
Wer nun davon ausgeht, dass Bewerbungsverfahren noch genauso funktionieren wie vor 20 Jahren, hat einen Teil der Neuerungen verpasst. Denn längst nicht alle offenen Stellen werden tatsächlich ausgeschrieben. Unternehmen beauftragen mitunter Headhunter, psychologisch gut ausgebildete Menschen aus dem Segment des Personalmanagements, um geeignete Mitarbeiter/-innen zu finden und gegebenenfalls bei der Konkurrenz abzuwerben.

Nur eine Anzeige? Dutzende!

Mit einer einzigen Stellenanzeige im Jobportal einer der großen Tageszeitungen ist es längst nicht getan: Geworben wird um Mitarbeiter/-innen auf allen Kanälen. Zu den Tageszeitungen im Bereich on- und offline kommen Jobbörsen und soziale Netzwerke hinzu. Unternehmen präsentieren sich längst mit einem ganzen Portfolio; von Fringe Benefits (Nebenleistungen) über das Betriebsklima bis hin zur Mitarbeiterbildung und Karriereförderung werden alle Register gezogen. Je abwechslungsreicher und doch in sich schlüssiger ein Unternehmen sich präsentieren kann, desto eher werden die wirklich guten Mitarbeiter/-innen angelockt. Das ist natürlich eine Menge Arbeit. Sogenannte Multipostings erleichtern die Anzeigenschaltung auf vielen verschiedenen Kanälen. Agenturen unterstützen Unternehmen dabei, genau die passende Anzeige für den jeweiligen Kanal zu schaffen und auf unterschiedlichen Kanälen zielgruppengerecht und zeitlich sinnvoll zu werben.

Multiposting ist dabei keine ganz neue Sache: Auch vor einigen Jahren war es schon üblich, Stellenanzeigen nicht nur in einem einzigen Medium zu schalten. Die Tendenz hin zu einer immer besser vernetzten, „multikanaligen“ Arbeitswelt und Mitarbeitersuche wird sich fortsetzen, was den Konkurrenzkampf der Unternehmen und der Bewerber/-innen weiter anheizen dürfte.

Verschiedene Anbieter

Ein beliebter Anbieter von Multiposting-Paketen ist JOB AD PARTNER. Wie in diesem Bericht zu erkennen ist, hat der Dienstleister unterschiedliche Pakete im Angebot, die Stellenanzeigen nicht nur schalten, sondern in der Beratung mit dem Unternehmen unterschiedliche Ausschreibungen für den Print- sowie den Online-Bereich schaffen. So sollen die Anzeigen wirklich auf die gewünschten Mitarbeiter/-innen und die von diesen normalerweise genutzten Medien zugeschnitten sein. Andere Anbieter arbeiten mit ähnlichen Paketen.

Für Unternehmen ist es wichtig, dass der Support stimmt. Denn oft genug ist es mit dem Schalten der Multipostings allein nicht getan; die Angebote müssen gepflegt und gegebenenfalls erneuert, überarbeitet oder gelöscht werden. Ein guter Dienstleister hat das mit im Paket.

Vor- und Nachteile von Multiposting

Die Vorteile von Multiposting liegen klar auf der Hand:

  • Ersparnis von Zeit und Geld.
  • Zielgruppen-Targeting.
  • Professionelle Aufarbeitung der multimedialen Präsentationen.

Jedoch gibt es auch einige Nachteile:

  • Kann unseriös wirken.
  • Unpersönlichkeit der Ausschreibungen.
  • Ungewissheit über den Datenschutz von Bewerberinnen und Bewerbern.

Welche Bewerberin bzw. welcher Bewerber nimmt ein Unternehmen ernst, das unter Umständen nach dem Gießkannenprinzip über längere Zeit überall wirbt? Seriös wirken eher zielgerichtete Ausschreibungen in kleinerem Umfang. Hinzu kommt die unpersönliche Art der Werbung. Wenn diese dagegen über XING oder andere soziale Netzwerke stattfindet, setzen Arbeitskräfte zum Teil immer noch auf persönliche Kontakte und direkte Ansprache. Bedenken bestehen häufig auch in Sachen Datenschutz, denn der ist bei den komplett online abgewickelten Bewerbungen unter Umständen problematisch. Wie genau mit den persönlichen Daten verfahren wird, ist für die künftigen Arbeitnehmer/-innen nicht so ohne Weiteres einsehbar, was abschreckend wirkt.

Mehr Vielfalt anstelle einer echten Alternative

Multiposting ist für Firmen tatsächlich eine effiziente Option, um Mitarbeiter/-innen zu finden. Die Zusammenarbeit mit einem entsprechenden Dienstleister kann dabei zu richtig professionellen Ergebnissen führen. Allerdings bleibt die Suche nach Personal auf diese Art und Weise unpersönlicher als über XING und andere Portale. Das ist nicht in allen Branchen und für alle Stellungen wünschenswert. Die Talentsuche über Multiposting-Tools ist somit nur eine Option unter vielen und wird die herkömmlichen Wege der Talentsuche höchstwahrscheinlich nicht verdrängen.


Artikel auf Rechtschreibung, Grammatik und Stil geprüft von Annette Winkel
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Über den Autor

Joachim Rumohr ist Hamburger und Nordlicht mit Leib und Seele. Er hat mehr als zwanzig Jahre Vertriebserfahrung und das Potential von XING bereits früh erkannt. Seit 2006 gibt er sein Wissen professionell als Berater, Trainer und Vortragsredner weiter. Sein Schwerpunkt ist die digitalisierte Geschäftsanbahnung mit XING und seit 2017 auch LinkedIn.

Rumohr wird in der Presse als „XING-Experte Nr. 1“ genannt. Er ist Autor des Bestseller-Buchs „XING optimal nutzen” mit rund 20.000 verkauften Exemplaren. Auf seinem Blog veröffentlichte er seit 2007 über 1.000 Fachartikel und wird in mehr als 30 Büchern namentlich als der XING Experte genannt.

Zehntausende Menschen haben seine Vorträge live erlebt. Er führte mehrere tausend Beratungen und hunderte Seminare durch. Mit seiner begeisternden Art steht er für motivierenden und nachhaltigen Wissenstransfer.

Heute lebt und arbeitet Joachim Rumohr in Mölln, der östlich von Hamburg gelegenen Kurstadt. Mölln gehört mit rund 19.000 Einwohnern zu den zehn schönsten Kleinstädten Deutschlands. In seiner Umgebung mit sehr viel Wald, Natur und Seen findet Joachim Rumohr seinen Ausgleich: In seiner Freizeit klettert Joachim Rumohr leidenschaftlich gern auf Bäume. Dabei nutzt er das Equipment von professionellen Baumpflegern und steigt so auf Bäume in bis zu 40 m Höhe.

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Kommentare vs. DS-GVO

Ich habe bis heute kein wirklich funktionierendes und (mit meinen anderen PlugIns) kompatibles PlugIn für WordPress gefunden, mit dem ich die Standard-Kommentarfunktion in Bezug auf die Datenschutz-Grundverordnung konform gestalten könnte. Ich habe mich daher zunächst entschieden die Kommentarfunktion abzuschalten und ein Formular für eine direkte Anfrage zu hinterlegen. Mal sehen, was die Zeit nach dem 25. Mai 2018 bringt und wie sich die ganze Situation entwickeln wird. Sobald es geht werde ich die Kommentare wieder einschalten.