XING nimmt den Kampf gegen Crossposting auf

Laut AGB von XING ist das sogenannte Crossposting schon länger untersagt. Daran gehalten hat sich bisher jedoch kaum jemand. Crossposting bedeutet, dass gleichlautende Beiträge in mehreren, teilweise in Dutzenden von Gruppen gepostet werden. Vor allem große Gruppen mit mehreren Zehntausenden Mitgliedern hatten bisher darunter gelitten. War der Inhalt der Beiträge doch selten wirklich für die Mitglieder einer Gruppe bestimmt.Bei der Masse an entsprechend veröffentlichten Beiträgen von manchmal höchst zweifelhaften Profilen kann man auch davon ausgehen, dass hier entsprechende Software zum Einsatz kam. Sie legt automatisiert neue Profile an, trägt diese „Mitglieder“ in vorbestimmte Gruppen ein und fängt dann an, Spam zu versenden.

Bisher hatte XING ein solch automatisiertes Verfahren mit dem automatisierten Ausloggen geahndet. Erst nach 15 bis 30 Minuten konnte sich ein solcher Bot dann wieder einloggen und weitere Beiträge veröffentlichen. Das jedoch stört eine Software nicht wirklich und so waren härtere Maßnahmen notwendig, die nun alle Mitglieder betreffen. Glücklicherweise hat XING jedoch direkt dafür gesorgt, dass die betroffenen Mitglieder mit entsprechenden Meldungen informiert werden.

Den gleichen Beitrag in einer Gruppe zweimal zu posten, ist jetzt gar nicht mehr möglich. Dann kommt direkt die folgende Meldung und der doppelte Beitrag wird nicht gespeichert.

Crossposting Meldung 1

Veröffentlicht man den gleichen Beitrag in einer anderen Gruppe, wird dies mit der nachfolgenden Meldung quittiert:

Crossposting Meldung 2

Hat man den gleichen Beitrag dann dreimal veröffentlicht und versucht es ein viertes Mal, kommt erneut eine Meldung, die deutlich macht, dass dies nicht erwünscht ist. Der Beitrag wird direkt entfernt.

Crossposting Meldung 3

In der Gruppe selbst sieht man, dass es eine Löschung gab. XING zeigt dies mit der nachfolgenden Meldung an:

Crossposting Meldung 4

Den Moderatoren großer Gruppen wird dadurch viel Arbeit erspart.

Crossposting-Sperre auch im Marktplatz

Die oben beschriebene Sperre wirkt sich ebenso auf Postings im Marktplatz aus. Die Entwickler machen keinen Unterschied. Für mich ist dies nicht nachvollziehbar. Sind doch die Marktplätze extra dafür eingerichtet worden, um Werbung zu schalten. Jeder kann hier selbst entscheiden, ob er den Bereich öffnet und sich diese anschaut.

Aufräumen ist angesagt

Wie ich kürzlich erfuhr, plant XING ferner das große Aufräumen im Bereich der Gruppen. Von den rund 90.000 Gruppen könnten über 50 % inaktiv sein. Wie hart XING hier eingreifen wird, ist noch unklar. Die Moderatoren sollen jedoch die Chance zur Wiederbelebung erhalten, bevor ihre Gruppen endgültig gelöscht werden. Für mich eine sehr positive Entscheidung. Bekommen doch so die verbliebenen aktiven Gruppen mehr Sichtbarkeit.

Gruppen werden weiterentwickelt

Mit einem neuen Team sind weitere Entwicklungen im Gruppenbereich geplant. Dies ist nach einigen Jahren Stillstand in diesem Bereich auch dringend notwendig. Neben der Sperre für Crosspostings hat dieses Team bereits einige Erweiterungen der Funktionen in den Apps vorgenommen. Ich bin sehr gespannt, was als Nächstes angegangen wird und wie diese Änderungen die Aktivität in den Gruppen wieder steigern.


Artikel auf Rechtschreibung, Grammatik und Stil geprüft von Annette Winkel
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Über den Autor

Joachim Rumohr ist Hamburger und Nordlicht mit Leib und Seele. Er hat mehr als zwanzig Jahre Vertriebserfahrung und das Potential von XING bereits früh erkannt. Seit 2006 gibt er sein Wissen professionell als Berater, Trainer und Vortragsredner weiter. Sein Schwerpunkt ist die digitalisierte Geschäftsanbahnung mit XING und seit 2017 auch LinkedIn.

Rumohr wird in der Presse als „XING-Experte Nr. 1“ genannt. Er ist Autor des Bestseller-Buchs „XING optimal nutzen” mit rund 20.000 verkauften Exemplaren. Auf seinem Blog veröffentlichte er seit 2007 über 1.000 Fachartikel und wird in mehr als 30 Büchern namentlich als der XING Experte genannt.

Zehntausende Menschen haben seine Vorträge live erlebt. Er führte mehrere tausend Beratungen und hunderte Seminare durch. Mit seiner begeisternden Art steht er für motivierenden und nachhaltigen Wissenstransfer.

Heute lebt und arbeitet Joachim Rumohr in Mölln, der östlich von Hamburg gelegenen Kurstadt. Mölln gehört mit rund 19.000 Einwohnern zu den zehn schönsten Kleinstädten Deutschlands. In seiner Umgebung mit sehr viel Wald, Natur und Seen findet Joachim Rumohr seinen Ausgleich: In seiner Freizeit klettert Joachim Rumohr leidenschaftlich gern auf Bäume. Dabei nutzt er das Equipment von professionellen Baumpflegern und steigt so auf Bäume in bis zu 40 m Höhe.

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Kommentare vs. DS-GVO

Ich habe bis heute kein wirklich funktionierendes und (mit meinen anderen PlugIns) kompatibles PlugIn für WordPress gefunden, mit dem ich die Standard-Kommentarfunktion in Bezug auf die Datenschutz-Grundverordnung konform gestalten könnte. Ich habe mich daher zunächst entschieden die Kommentarfunktion abzuschalten und ein Formular für eine direkte Anfrage zu hinterlegen. Mal sehen, was die Zeit nach dem 25. Mai 2018 bringt und wie sich die ganze Situation entwickeln wird. Sobald es geht werde ich die Kommentare wieder einschalten.