Täglich gibt es neue Gruppen auf XING und viele Moderatoren starten mit großen Visionen und Ideen. In diesem Artikel erhalten XING-Moderatoren zehn Tipps, mit denen die Gruppe wesentlich erfolgreicher werden kann. Diese sind vor allem beim Start einer Gruppe sehr wichtig.

Und für alle, die bereits seit längerer Zeit eine Gruppe auf XING moderieren ist es eventuell eine ganz gute Reflexion, ob die wichtigsten Tipps auch beachtet und umgesetzt wurden.

  1. Wenige Foren zum Start der Gruppe
    Ich beobachte in neuen Gruppen häufig eine große Anzahl an möglichen Forenbereichen, in denen Artikel geschrieben werden können. Kommt man jedoch als neues Mitglied in eine Gruppe und sieht viele Foren mit jeweils nur wenigen oder gar keinen Beiträgen, dann kommt schnell der Gedanke auf, daß in der Gruppe nichts los ist. Und man traut sich als neues Mitglied gar nicht einen „ersten“ Artikel in einen Bereich zu schreiben, bzw. braucht sehr lange um überhaupt die Übersicht zu bekommen. Das alles stösst eher ab und verhindert Aktivität gleich beim ersten Aufruf.
    Besser am Anfang nur maximal 4-5 Foren anlegen und diese nach Bedarf später schrittweise erweitern.
  2. Klare Definition der Gruppe
    Immer wieder sehe ich Gruppen. in denen keine klare Definition des Gruppenzwecks zu finden ist. Woher soll ein neues Mitglied wissen, um was es in der Gruppe genau geht, welche Ziele die Gruppe verfolgt und welche Mitglieder in der Gruppe zusammen kommen sollen, wenn es nicht irgendwo steht. Am besten schreiben Sie diese Information auf die „Über diese Gruppe“-Seite, denn diese sieht ein neues Mitglied BEVOR es sich entscheidet der Gruppe beizutreten.
  3. Willkommensnachricht einrichten und aktuell halten
    In den Einstellungen einer Gruppe kann eine Willkommensnachricht für neue Mitglieder eingerichtet werden. Diese wird direkt nach dem Beitritt in die Gruppe vom System automatisch per Email versendet. In dieser Mail sollten Sie dem neuen Mitglied direkt einige Handlungsaufforderungen geben und weitere wichtige Informationen zur Gruppe mitteilen. Fordern Sie neue Mitglieder beispielsweise auf sich in der Gruppe mit einem kurzen Text vorzustellen. Und halten Sie die Nachricht aktuell, indem Sie den Inhalt regelmässig kontrollieren.
  4. Über diese Gruppe Seite stets aktuell
    Wenn Sie ein wenig in den bestehenden Gruppen surfen, werden Sie sicher sehr schnell auf veraltete „Über diese Gruppe“-Seiten stossen. In manchen steht sogar noch „Willkommen in der OpenBC-Gruppe xyz„. Das liegt vor allem daran, daß die Moderatoren und Mitglieder der Gruppen diese Seite nach dem Gruppenbeitritt nicht mehr direkt angezeigt bekommen. Gerade als Moderator sollten Sie sich eine regelmässige Aufgabe setzen (einmal im Quartal) und die Inhalte dieser Seite kontrollieren.
    Lesen Sie dazu auch: „Was gehört auf die “Über diese Gruppe”-Seite einer XING-Gruppe?
  5. Einladungsnachrichten individuell senden
    Erhalten Sie auch immer wieder mal diese Standardeinladungen in Gruppen? Ich wende darauf meistens die 3G-Technik an. Gelesen - Gelacht - Gelöscht. Wenn Sie neue und wirklich aktive Mitglieder für Ihre Gruppe gewinnen wollen (und nicht nur auf Masse gehen), dann laden Sie individuell ein oder passen wenigstens den Vorgabetext von XING auf Ihre Gruppe an.
    Beantworten Sie minimum die folgenden Fragen in Ihrer Einladung:
    Warum soll ich da Mitglied werden?
    Was bringt mir die Mitgliedschaft?
    Was wird von mir erwartet? „
  6. Erwartungshaltung und Regeln festlegen
    Legen Sie für sich selbst fest, welche Erwartungen Sie an die Gruppe und die Mitglieder haben und welche Regeln es in der Gruppe geben soll. Nur so ist es möglich regelmässig zu prüfen, ob diese Erwartungen noch erfüllt werden und es für Sie Sinn macht die Gruppe fortzuführen. Ferner sollten Sie Ihre Erwartungshaltung und die Regeln auch offen kommunizieren. Zum Beispiel auf der „Über diese Gruppe“-Seite, der Willkommensnachricht oder auch auf der Startseite der Gruppe. Bei verstössen gegen die Gruppenregeln kann so einfach auf die Hinweise auf der Startseite der Gruppe verwiesen werden und keiner kann sagen „Das hab ich nicht gewusst“.
  7. Die 90-9-1 Regel
    Der dänische Webdesignexperte Jacob Nielsen hat im Jahr 2006 die sogenannte 90-9-1 Regel aufgestellt. Kurz beschrieben bedeutet diese Regel:
    90% der Internetnutzer schauen zu, steuern aber selbst nichts bei.
    9% der Internetnutzer beteiligen sich hin und wieder.
    1% der Internetnutzer beteiligen sich häufig bis sehr häufig. Von ihnen stammen die meisten Beiträge.
    Diese Regel lässt sich auch auf Gruppen in sozialen Netzen anwenden und auch auf Ihre XING-Gruppe. Hadern Sie also nicht mit „inaktiven Nutzern“ und kommen Sie schon gar nicht auf die Idee und setzen inaktive Mitglieder vor die Tür. Die aktiven Nutzer brauchen auch ein Publikum, das die geschriebenen Artikel liest.
  8. Newsletter senden!?
    Mit Newslettern können Sie Ihre Mitglieder immer mal wieder auf die Gruppe hinweisen. Dies sollte jedoch nicht der eigentliche Zweck des Newsletters sein, sondern ein Nebeneffekt. Schreiben Sie nur Newsletter, wenn Sie wirklich zum Thema der Gruppe passenden Inhalt dafür haben. Und beziehen Sie die Mitglieder stets ein. Richten Sie feste Rubriken ein und weisen beispielsweise auf gerade aktuell laufende Diskussionen in Ihrer Gruppe hin. Nennen und verlinken Sie dabei jeweils den Urspungsautor des Artikels. Das gibt dem Schreiber mehr Reichweite und Bekanntheit und motiviert andere wiederrum sich in der Gruppe zu beteiligen.
    Lesen Sie dazu auch: „XING-Newsletter – Erstellung leicht gemacht mit xletter.net
  9. Gruppenevents veranstalten
    Das geht natürlich nicht in jeder Gruppe, vor allem nicht live. Immer mehr Gruppen nutzen daher die Möglichkeit von sogenannten Webkonferenzen. Für solche Webkonferenzen können Sie oft auch leicht gute Referenten gewinnen. Diese haben damit eine Marketingmöglichkeit mit wenig Aufwand. Einen kleinen Obolus von 5-10 Euro würde ich jedoch auch für solche Webinare verlangen, denn Ihr Aufwand für die Organisation und technische Abwicklung muss auch finanziert sein.
  10. Ein Moderator moderiert
    Bleiben Sie in Ihrer Rolle als Moderator möglichst neutral. Ich vergleiche das immer gern mit einer Podiumsdiskussion. Da achtet der Moderator nur darauf, daß keiner zu lange redet und verteilt die Fragen auf die Anwesenden. Ansonsten hält er sich zurück. Dies gilt natürlich nicht in jeder Gruppe und für jeden Fall. Es liegt vor allem an Ihrer eigenen Einstellung dazu.