Der Empfang von Spam kostet in Deutschland jeden Tag eine Unmenge wertvoller Zeit. Lesen Sie hier fünf Tipps, mit denen Sie die Werbeflut eindämmen können.

Newsletter dürfen laut Gesetz nur an Adressen gesendet werden, deren Empfänger dies ausdrücklich erlauben. Doch offensichtlich scheint dies kaum jemanden zu interessieren. Das Postfach ist trotzdem jeden Tag voll von unerwünschter Werbung.

1. Schützen Sie sich vor E-Mail-Spam nach einer Kontaktbestätigung auf XING

Behalten Sie Ihre E-Mail-Adresse gleich für sich und geben Sie diese für Unbekannte nicht mehr frei. Wer mit Ihnen auf XING in Kontakt steht, kann Ihnen auch über das Netzwerk eine Nachricht senden. Somit ist es für andere nicht möglich, Ihre E-Mail-Adresse zusammen mit weiteren Kontaktdaten aus XING zu exportieren. Und somit kann ein solches automatisiertes System Ihnen auch keine Newsletter senden.

Bei Kontakten, die Sie gut kennen und bei denen Sie ein solches Verhalten entweder nicht erwarten oder von denen Sie eventuelle Newsletter sogar erhalten wollen, können Sie ja eine Ausnahme machen.

Wie sperrt man seine E-Mail-Adresse für andere?

Im Rahmen der Kontaktbestätigung können Sie die Datenfreigabe individuell bearbeiten. Veränderungen an den Standardfreigaben sind speicherbar. So müssen Sie nicht bei jeder Kontaktbestätigung eingreifen.

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Wie Sie im oberen Bild sehen, kann man die Datenfreigabe ausklappen (klicken Sie dazu auf den Eintrag „Datenfreigabe bearbeiten“). Entfernen Sie nun den Haken bei Ihrer E-Mail-Adresse. Anschließend scrollen Sie in dem Bereich ganz nach unten und speichern diese Vorgabe für die Zukunft. Dies bedeutet, dass bei nachfolgenden Kontaktbestätigungen ebenso keine Freigabe der E-Mail-Adresse erfolgt. Wollen Sie einem einzelnen Kontakt diese Adresse offenlegen, setzen Sie einfach einen Haken bei Ihrer E-Mail-Adresse zur Freigabe, speichern dies jedoch nicht als Standard.

2. Schalten Sie alle verfügbaren Spam-Filter ein

In der Regel hat sowohl Ihr E-Mail-Provider als auch Ihr E-Mail-Programm einen Filter für unerwünschte Werbung. Schalten Sie diese auf jeden Fall ein und markieren Sie unerwünschten Posteingang dann auch unbedingt als Spam, anstatt ihn zu löschen. Nur so ist es Ihrem E-Mail-Programm möglich, zu lernen und immer zuverlässiger Spam zu entfernen.

Informationen zum Einsatz dieser Filter finden Sie im Hilfebereich Ihres E-Mail-Providers. In Bezug auf Ihr E-Mail-Programm sollten Sie mit einer Suchmaschine nach Tipps suchen.

3. Nutzen Sie eine Anti-Spam-Software

Reichen die Filter nicht aus, sollten Sie über den Einsatz einer Anti-Spam-Software nachdenken. Ein solches Computerprogramm filtert unerwünschte und massenhaft versendete E-Mails und löscht diese, je nach Einstellung des Nutzers, sofort. Eine aktuelle Übersicht finden Sie beispielsweise auf der Seite von Netzwelt.de.

4. Arbeiten Sie mit einer privaten E-Mail-Adresse

Nutzen Sie eine geheime Adresse für wichtige Kontakte und Kunden. Geben Sie diese Adresse nicht in sozialen Netzen, auf Internetseiten oder zum Empfang von Newslettern an. So können Sie sicherstellen, dass Sie an diese Adresse keinerlei Werbung erhalten. Richten Sie für diese Adresse einen eigenen E-Mail-Account in Ihrem E-Mail-Programm ein.

Ihre Empfangssysteme stellen Sie dann so ein, dass Sie nur beim Empfang von neuen E-Mails an diese Adresse eine Meldung bekommen.

Für die andere Adresse deaktivieren Sie jegliche Meldungen und prüfen Sie Erstere zwei- bis dreimal am Tag. So vermeiden Sie zwar nicht den Erhalt von Newslettern, sparen dafür aber wenigstens Zeit beim Empfang der E-Mails.

Dies ist ebenso dann eine gute Lösung, wenn Sie mit einem Büroservice oder einer Assistenz arbeiten. Sie können so den Aufwand für die Weiterleitung von E-Mails minimieren, die sowieso unmittelbar für Sie bestimmt sind.

5. Nutzen Sie sogenannte Wegwerfadressen

Solche Adressen können Sie bei Freemailern wie Web.de, GMX, Google Mail, Freenet oder auch Yahoo!Mail bekommen. Zum Einsatz kann eine solche Adresse stets dann kommen, wenn Sie beispielsweise ein kostenloses E-Book anfordern wollen. Die Verbreitung solcher E-Books dient nämlich in vielen Fällen nur zum Sammeln von E-Mail-Adressen mit dem anschließenden Versand von Newslettern oder Werbe-E-Mails.

Wenn Sie folglich von dem Betreiber einer Website nur eine einzige Information wünschen und diese nur durch die Angabe einer E-Mail-Adresse zur Verfügung steht, geben Sie Ihre Wegwerfadresse an.

Anschließend können Sie den Posteingang dieser Adresse auf den Eingang der Information hin kontrollieren und anschließend schließen. Erst wenn Sie wieder eine Information an diese Adresse erwarten, öffnen Sie erneut den E-Mail-Eingang.

Die Einrichtung einer solchen E-Mail-Adresse in Ihrem lokalen E-Mail-Programm können Sie sich dann ebenso sparen. Rufen Sie die Adresse immer nur bei Bedarf online ab.