Ich habe den Effektivitätsexperten Zach Davis vor einiger Zeit bei der GSA Convention 2010 in Köln kennen gelernt und freue mich Ihnen im folgenden seine zehn  Tipps zur Bewältigung der Informationsflut vorzustellen.

Tipp 1: Das Unterhaltungsprogramm im Kopf

Längst ist bekannt, dass erlebte Informationen besser aufgenommen werden, als rein sachlich aufbereitete Informationen. Von Visualisieren und Edutainment ist u.a. die Rede – gleichzeitig liegen Erkenntnis und Realität oft weit auseinander. Was aber tun Sie bei staubtrocken aufbereiteten Informationen? Beim nächsten Radiohören oder beim nächsten Vortrag drehen Sie einfach Ihren eigenen Kinofilm: Während der Vortragende spricht, stellen Sie sich den Inhalt zeitgleich bildlich vor – Ihre Aufnahmefähigkeit wird erheblich steigen, weil unser Gehirn in Bildern denkt und abspeichert. Jeder kann visualisieren: Stellen Sie sich jetzt einen gelben Luftballon vor!

Tipp 2: Die rollende Informationsfabrik

Wenn Sie auch nur eine Stunde pro Tag im Auto verbringen, dann sind dies bei 200 Arbeitstagen im Jahr entsprechend 200 Stunden pro Jahr oder umgerechnet ca. fünf Wochen, die Sie in Ihre eigene Weiterbildung investieren können, indem Sie sich Kompaktwissen vorlesen lassen. Nutzen Sie Ihr Auto nicht nur als Fortbewegungsmittel – machen Sie es zum rollenden Seminarraum! Legen Sie sich einen Vorrat an Hörbüchern oder Audioseminaren zu verschiedenen Themen an, die Sie persönlich weiterbringen. Ein Tauschen mit Kollegen spart dabei Kosten.

Tipp 3: Unterbewusstsein und Bewusstsein steuern

Die Kunst besteht darin, von den Millionen Informationsbestandteilen, die unser Gehirn in jeder Sekunde aufnimmt, die wirklich relevanten Dinge ins Bewusstsein zu lassen. Machen Sie sich, wenn Sie Informationen nicht zur reinen Unterhaltung, sondern zum Wissenserwerb aufnehmen, immer klar, welche Aspekte Sie aufnehmen wollen. Stellen Sie sich beispielsweise Fragen wie: Was ist für mich neu? Was davon betrifft mich, meine Familie, meinen Beruf, mein Unternehmen, meine Branche, meinen Kunden? Definieren Sie also auch vor dem Lesen ein Ziel – genauso wie in anderen Bereichen auch.

Tipp 4: Ver-warten wir unser Leben?

Ständig müssen wir warten: Vor einem Meeting, am Bahnsteig, beim Frisör – die Liste könnte beliebig fortgesetzt werden. Laut einer Untersuchung verbringen wir durchschnittlich über fünf Prozent unseres Lebens mit Warten. Dieser Anteil liegt sogar noch vor Essen und deutlich vor Sport und noch deutlicher vor Sex. Nehmen Sie immer etwas zu lesen mit – ein paar Zeitungsartikel, eine Zeitschrift, ein gutes Buch, einen Projektbericht: Hauptsache, Sie haben etwas dabei, statt sich zu langweilen oder sinnlos in etwas zu blättern, das für Sie nicht von Bedeutung ist. Es muss also nicht immer ein besseres Zeitmanagement sein, oft reicht auch eine bessere Nutzung von Leerzeiten.

Tipp 5: Der vergessene Termin

Die Erreichbarkeitsfalle nimmt immer mehr überhand. Müssen wir immer und überall und v.a. für jeden erreichbar sein? Die häufige Folge: Wir haben kaum Gelegenheiten für konzentrierte Aufgaben wie Lesen, Weiterbildung, Wochenplan und Tagesplan. Spätestens mittelfristig erhöht dies nicht unsere Produktivität, sondern mindert sie und steigert gleichzeitig unser Stressniveau. Planen Sie regelmäßig einen Termin mit einem Ehrengast ein – sich selbst, sonst niemand. Dies ist ein Termin wie jeder andere Termin auch. Sie sind also nur für Notfälle erreichbar. Ein humorvolles Hinweisschild an der Tür kann manchen Freiraum schaffen. Auch das gehört zu einer guten Büroorganisation und einem guten Selbstmanagement.

Tipp 6: Wo steht das Wichtigste?

Die Informationsdichte ist innerhalb eines Textes typischerweise nicht gleich hoch. Am Anfang und Ende eines Artikel, Kapitels und sogar Absatzes ist die Informationsdichte im Durchschnitt am höchsten. Dazwischen findet sich häufig das zweite, dritte Beispiel oder Detail, das man nicht genau kennen muss. Machen Sie es wie beim Autofahren: Schalten Sie in den Gang, der am besten auf die Strecke passt. Lesen Sie also nicht den ganzen Text gleichmäßig von vorne bis hinten durch, sondern manche Passagen im dritten Gang, andere im vierten, sogar im fünften Gang. Das verbessert zudem Ihre maximale Lesegeschwindigkeit bei gutem Textverständnis, stellt also ein Speedreading-Training dar, ohne ein Seminar zu besuchen.

Tipp 7: Wissen gehirngerecht sortieren und speichern

Legen Sie für Ihre persönlichen Wissensgebiete jeweils eine übersichtliche MindMap an. Dies ist eine gehirnfreundliche und zeitsparende, bildhafte Darstellungsweise von Informationen nach Tony Buzan. Sie können MindMaps auch elektronisch miteinander verknüpfen und erhalten damit Ihr persönliches Wissensarchiv. Anfangs ist es ein Zusatzaufwand, der aber mittelfristig lohnt, weil Sie nur noch wenig Neues ergänzen - die Sammlung wird nicht unendlich groß. Damit können Sie jederzeit einen Vortrag, ein Statement oder einen Artikel zu jedem Unterpunkt in sehr kurzer Zeit generieren.

Tipp 8: Eine bestechende Konzentration!

Es leuchtet natürlich ein, dass Sie Informationen nur dann effektiv aufnehmen, wenn Sie konzentriert sind. Was mache ich, wenn meine Gedanken ständig um ein anderes Thema kreisen?
Wenn Ihre Gedanken ständig abschweifen, dann schreiben Sie dieses Thema auf einen Zettel, der nicht verloren geht. Damit signalisieren Sie Ihrem Gehirn: Es geht nicht verloren, Sie können sich jetzt wieder voll der eigentlichen Sache widmen! Ob Sie es auf Ihre to do Liste schreiben oder in Ihr Zeitplansystem, ist zweitrangig - Hauptsache es ist notiert.

Tipp 9: Lassen Sie andere für Sie das Wesentliche zusammen-fassen!

Aber ich habe keinen, der für mich liest… Hand auf’s Herz: Wie viele gut ausgewählte Sachbücher lesen Sie im Jahr? Und waren es alle wirklich wert oder waren es nur wenige gute Bücher? Wenn Sie ein lohnenswertes Sachbuch im Monat lesen, dann liegen Sie schon deutlich über dem Durchschnitt. Wenn Sie jede Woche eins lesen, gehören Sie wirklich zur Elite…

Nutzen Sie einen Service, der die lesenswertesten Bücher auswählt und daraus die wirklich relevanten Informationen herausfiltert. Anbei der Link zu einer Organisation, die 16 Bücher im Monat zusammenfasst (Audio und Text, ca. 15 Minuten pro Buch brauchen Sie dann). Wir empfehlen: Shortbooks

Tipp 10: PoweReader sind klar im Vorteil

Was liegt auf Ihrem Schreibtisch? Wir alle werden von Informationen überflutet. Wenn man bloß schneller lesen könnte und gleichzeitig genauso viel verstehen würde! Wenn Sie eine Stunde oder mehr am Tag mit Lesen verbringen und noch kein PoweReader sind, dann verschenken Sie jeden Tag wertvolle Zeit. Die Hälfte der Zeit könnte eingespart werden, weil Anwender des PoweReading-Systems im Durchschnitt doppelt so schnell lesen und genauso viel verstehen!

Werden Sie ein PoweReader. Hier ist der Link zu einer Organisation, die wir ebenfalls gerne empfehlen: Uns selbst - Peoplebuilding. Einer unserer Hauptschwerpunkte ist es, Menschen beizubringen, doppelt so schnell zu lesen – und zwar mit Geld-zurück-Zufriedenheitsgarantie!


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